Wie gewöhne ich meinem Hund das Bellen ab?

Deutschland - Bellen gehört zur Natur der Hunde. Doch manchmal nimmt dieses Verhalten Überhand. Was kann man dagegen tun?

Mit der richtigen Erziehung kriegt man auch übertriebenes Bellen abgewöhnen.
Mit der richtigen Erziehung kriegt man auch übertriebenes Bellen abgewöhnen.  © 123RF: artman1

Wenn ein Einbrecher auf meinem Grundstück ist, möchte ich natürlich, dass mein Hund ihn mit lautem Gebell verjagt und der Bösewicht aus Angst nie wieder kommt.

Doch nicht immer sind Herrchen und Frauchen erfreut, wenn ihr Hund seine Qualitäten als Wachhund oder Alarmanlage übertreibt.

Bellt der Hund einen anderen Spaziergänger oder dessen Hund in Grund und Boden, kann das auf Dauer nerven.

Auch Postboten, Besucher oder die Nachbarn müssen oft leiden.

Denn auf dem eigenen Grundstück legt Bello noch mal richtig los, wenn er denkt, ein Eindringlich sei unterwegs.

Schäferhunde sind sehr wachsam und bellen viel.
Schäferhunde sind sehr wachsam und bellen viel.  © 123RF: Shubhendu Mohanty

Warum bellen Hunde so viel?

Grundsätzlich ist Bellen neben Schnüffeln, Körperkontakt und sichtbarer Gestik für den Hund ein ganz normales Mittel, um zu kommunizieren. Bellen ist also auch wichtig für den Hund.

Damit möchte er Aufmerksamkeit erregen und entweder seinem Rudel signalisieren, dass es ihm zu Hilfe kommen soll oder einem Feind signalisieren, dass er sich vom Acker machen soll.

Gerade domestizierte Hunde neigen aber oft dazu, wegen jeder Kleinigkeit zu bellen. Hunde bellen aus Unsicherheit, Angst, Langeweile oder weil sie verwirrt sind. Das hängt auch oft damit zusammen, dass Halter sich aus Hundesicht missverständlich verhalten.

Total kontraproduktiv ist zum Beispiel ihn nachzuäffen und mitzubellen, wenn der Hund loslegt. Der Hund denk dann: Wenn sogar Herrchen bellt, ist mein Bellen offenbar notwendig.

Auch zu wenig Beschäftigung macht den Hund unentspannt oder sogar aggressiv.

So kann man Hunden unnötiges Bellen abgewöhnen

Grundsätzlich muss man festhalten, dass jeder Hund seinen eigenen Charakter hat und somit einige Hunde mehr als andere bellen. Das ist ganz normal und auch völlig okay. Bellen gehört, wie gesagt, zur normalen Kommunikation der Tiere.

Doch wenn der Hund bei jeder Kleinigkeit anfängt zu bellen, sollte man handeln, da dieses Verhalten nicht nur den Menschen nerven, sondern auch Stress für den Hund bedeuten kann.

Auf das Bellen reagieren: Wichtig ist es erst mal, sich klar zu machen, was der Hund eigentlich will: Er will Aufmerksamkeit!

Schenkt man ihm keine, wird er womöglich noch lauter. Am besten reagiert man also auf das Bellen, aber nicht mit schimpfen oder albernem Mitbellen. Man auf seinen Hund zu und lenkt ihn ab – und dabei immer gelassen bleiben und signalisieren, dass es keinen Grund zum Bellen gibt.

Stille belohnen: Um dem Hund das Bellen abzugewöhnen, ist es außerdem ratsam, den Hund permanent fürs Nicht-Bellen zu loben und zu belohnen, empfiehlt Zooplus.

Hat er aufgehört zu bellen oder interessiert sich sogar für etwas anderes als den Postboten, hilft es, ihn zu loben und ihm zu zeigen, dass sein jetziges Verhalten, also nicht bellen, das richtige ist.

So lernt er Schritt für Schritt, dass er das Richtige tut, wenn er nicht bellt.

Nähe und Aufmerksamkeit lässt das Tier mit dem Bellen aufhören.
Nähe und Aufmerksamkeit lässt das Tier mit dem Bellen aufhören.  © Unsplash/Eric Ward

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