Kein Scherz: Hier sollen Kinder lernen, wie man sich selbst befriedigt!

Warwickshire (Großbritannien) - Kinder ab sechs Jahren sollen an den Schulen in Warwickshire bei dem "All About Me"-Programm obligatorischen Selbstbefriedigungsunterricht erhalten. Das stößt natürlich auf Kritik.

Grundschüler sollen mehr über Beziehungen lernen. Eltern fürchten eine zu frühe Sexualisierung ihrer Schützlinge. (Symbolbild)
Grundschüler sollen mehr über Beziehungen lernen. Eltern fürchten eine zu frühe Sexualisierung ihrer Schützlinge. (Symbolbild)  © unsplash/Nicole Honeywill

In 241 Grundschulen wird das neue Programm nun angeboten. Dabei sollen Kinder nicht nur alles über ihre eigenen Geschlechtsteile lernen, wie bei der in Deutschland üblichen Sexualkunde, sondern auch, wie man sich selbst befriedigt, so die "Daily Mail".

Bei dem Programm "All About Me", das vom Warwickshire County Council initiiert wurde, handelt es sich um eine neue Art des Sexual- und Beziehungsunterrichts, der nächstes Jahr auf weitere Schulen ausgerollt werden könnte.

"Unser neues "All About Me" Programm basiert auf über fünf Jahren Feedback von Schulen, Eltern und Jugendlichen. Der Lehrplan enthält auch die Kernbotschaften des "Protective Behaviours safeguarding" Programms", so "All About Me" auf ihrer Website. Das ist aber noch längst nicht alles.

Es gehe dabei viel weniger um Sex, als um Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und das Wissen darüber wie sich ein Körper verändert. Wichtig seien außerdem Themen wie Familie, Freundschaft, Online-Beziehungen, Privatsphäre und Sicherheit.

Das Programm besteht aus fünf Kategorien:

  • Alles über mich - Persönliche Identität
  • Meine Beziehungen - Familien, Freundschaften und persönliche Beziehungen
  • Mein Körper - Verständnis von Anatomie, Autonomie und Veränderungen während der Pubertät
  • Meine Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen - emotionale Kompetenz
  • Meine Entscheidungen und persönlichen Grenzen - Verständnis der Zustimmung

Klingt zunächst vernünftig. Dachten sich auch die Eltern der Kinder. Jetzt, da es begonnen hat, werden aber kritische Stimmen laut. Auch von Politikern, die zuvor das neue Programm unterstützt haben.

So auch David Davies (49): "Ich und viele andere Eltern waren wütend darüber, dass Kindern im Alter von sechs Jahren völlig unangemessene sexuelle Dinge beigebracht werden. Diese Kurse gehen weit über die Anleitung hinaus, die die Regierung produziert hat und sexualisieren effektiv sehr kleine Kinder."

Das Problem: Kinder sollen bei dem Programm die "Regeln" der Selbstbefriedigung erlernen, so die "Daily Mail".

Ein Teil des Lehrplans: "Verschiedene Arten der Berührung".
Ein Teil des Lehrplans: "Verschiedene Arten der Berührung".  © Screenshot/Twitter/Outspokensex_ed

Selbstbefriedigung sei etwas Natürliches und hätte nichts mit Unanständigkeit zu tun.

Den Kindern soll so die Scheu vor ihrem Körper und der menschlichen Sexualität genommen werden, beziehungsweise soll dafür gesorgt werden, dass diese gar nicht erst entstehen kann.

Wie die Selbstbefriedigung dann genau funktioniert und wo man es machen kann, wird den Kindern dann im Alter zwischen acht und zehn Jahren beigebracht.

Zunächst konnten Eltern ihre Kinder noch von dem Unterricht befreien. Das ist seit September nicht mehr möglich. Auch dafür hagelt es Kritik.

Piers Shepherd, vom "Family Education Trust", ist der Meinung, dass die Leitlinien zu vage seien, und "es ist umso bedenklicher, dass Eltern die Möglichkeit verwehrt werden kann, ihre Kinder aus diesem Unterricht auszuschließen, wenn die Schule sie als Beziehungserziehungskurse und nicht als Sexualerziehung bezeichnet".

Das sieht der Bezirksrat Warwickshire anders: "Obwohl einige der Materialien für einige sensibel sind, halten wir es für wichtig, dass Kinder.... klare und konsistente Informationen über dieses wichtige, aber oft übersehene Thema erhalten."

Außerdem sei es keine Sexualaufklärung im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr Informationen über sicheres und angemessenes Berühren, so einer der Initiatoren des Programmes Jonny Hunt auf Nachfrage der Eltern zur zu frühen Sexualisierung ihrer Kinder.


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