Adidas-Chef zieht Reißleine: Rorsted verlässt Sportartikelhersteller überraschend

Herzogenaurach - Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted (60) wird den fränkischen Sportartikelhersteller im kommenden Jahr verlassen.

Die Wege von Kasper Rorsted (60) und Adidas werden sich in Zukunft trennen.
Die Wege von Kasper Rorsted (60) und Adidas werden sich in Zukunft trennen.  © Daniel Karmann/dpa

Darauf hätten sich der Däne und der Aufsichtsrat des Unternehmens im beiderseitigen Einvernehmen geeinigt, gab der Dax-Konzern überraschend am Montag in Herzogenaurach bekannt.

Ein Nachfolger steht noch nicht fest, der Sportartikelhersteller muss sich nun also einen neuen Chef suchen.

Bis es einen passenden Kandidaten gibt, bleibt Rorsted weiter im Amt.

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Die ohnehin schon gebeutelte Adidas-Aktie reagierte am Montag mit weiteren Verlusten und fiel zuletzt um gut drei Prozent.

"Unter Kasper Rorsteds Führung hat Adidas seine digitalen Fähigkeiten erheblich ausgebaut und die Online-Umsätze des Konzerns mehr als verfünffacht", sagte Aufsichtsratschef Thomas Rabe (57). Adidas habe zudem seine Führungsposition in Sachen Nachhaltigkeit untermauert. Rorsted war unter anderem für den Verkauf der Marke Reebok verantwortlich, die für Adidas lange Zeit ein Sorgenkind war.

"Nach drei herausfordernden Geschäftsjahren, die weltweit von den wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie und geopolitischen Spannungen geprägt waren, ist nun der richtige Zeitpunkt, einen Wechsel auf der Position des Vorstandsvorsitzenden einzuleiten, um dem Unternehmen einen Neustart zu ermöglichen", betonte Rabe.

Rorsted sprach von "externen Faktoren", die das Geschäft in den vergangenen Jahren beeinträchtigt hätten. Diese zu bewältigen, habe viel Kraft gekostet. Adidas sei auf einem guten Weg. 85 Prozent der Märkte wüchsen um zweistellige Prozentsätze.

Titelfoto: Daniel Karmann/dpa

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