Deutsche Waffenschmiede plant Technologiezentrum und rechnet mit Jobmotor

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Von Wolf-Dietrich von Dewitz

Neuss - Das Rheinmetall-Vorhaben eines Technologiezentrums mit KI-Schwerpunkt weckt in Neuss Hoffnungen auf einen lokalen Jobmotor. 

Solche Drohnen will Rheinmetall in Neuss bauen lassen.
Solche Drohnen will Rheinmetall in Neuss bauen lassen.  © Wolf von Dewitz/dpa

"Wir erwarten davon starke und langfristige Impulse für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Neuss", sagte der Bürgermeister von Neuss, Rainer Breuer (57, SPD).

"Davon werden nicht nur bereits ansässige mittelständische Zulieferer profitieren - wir rechnen auch damit, dass sich weitere Unternehmen aus diesem Umfeld in Neuss und der Region ansiedeln werden." 

In Neuss hat der Rüstungskonzern Rheinmetall ein Werk, das früher als reiner Autozulieferer-Standort genutzt wurde, inzwischen aber für die militärische Produktion umgebaut wird - dort sollen Weltraum-Satelliten, Drohnen und Gefechtstürme für Flugabwehr-Panzer gebaut werden.

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Früher hatte Rheinmetall in Neuss 1500 Beschäftigte, inzwischen sind es deutlich unter 1000. Nun soll es personell aber wieder nach oben gehen.

Zu den Folgen der Umwidmung auf das Rüstungsgeschäft samt damit verbundener Investitionen sagte Bürgermeister Breuer: "Nach den Planungen soll der bestehende Produktionsstandort um rund 700 Mitarbeitende wachsen." Von Rheinmetall hieß es vage, in dem Werk sollten Hunderte Arbeitsplätze entstehen.

Rheinmetall plant Technologiezentrum

Das Rüstungsunternehmen plant Investitionen von 250 Millionen Euro.
Das Rüstungsunternehmen plant Investitionen von 250 Millionen Euro.  © Sebastian Christoph Gollnow/dpa

Zusätzlich zu dem Werk plant Rheinmetall besagtes Technologiezentrum. "Wir wollen 500 Wissenschaftler drin haben, die die künstliche Intelligenz machen, die den gesamten Bereich Digitalisierung und Satellitentechnik machen", sagte Konzernchef Armin Papperger unlängst bei einer Veranstaltung der Academy of International Affairs NRW.

Darüber hatte die "Rheinische Post" berichtet, der Zeitung zufolge geht es um Investitionen von 250 Millionen Euro. Auch der WDR berichtete.

Bürgermeister Breuer ist von den Plänen angetan. "Das Vorhaben ist ein großer Gewinn für Neuss und die heimische Wirtschaft", sagte der Sozialdemokrat.

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Die konkrete Ausgestaltung werde derzeit zwischen den Beteiligten abgestimmt.

Titelfoto: Sebastian Christoph Gollnow/dpa

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