"Oil & Vinegar" insolvent: So geht es für Mitarbeiter und Kunden weiter

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Cochem - Die Feinkost-Kette "Oil & Vinegar" steckt in massiven finanziellen Schwierigkeiten! Von der Pleite betroffen sind in den insgesamt 22 Standorten in ganz Deutschland rund 80 Mitarbeiter. Ein Insolvenzverfahren läuft bereits.

Die Feinkost-Kette "Oil & Vinegar" ist insolvent.
Die Feinkost-Kette "Oil & Vinegar" ist insolvent.  © IMAGO/Depositphotos

"Mein Team und ich verschaffen uns derzeit einen umfassenden Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens", erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Jens Lieser, der "Bild"-Zeitung. Erste Interessenten, die die Filialen fortführen möchten, hätten sich schon gemeldet.

Es scheint zumindest für einen Teil der Angestellten die Hoffnung auf eine Fortbeschäftigung zu geben.

Das Amtsgericht hatte am 21. Mai ein vorläufiges Insolvenzverfahren über das Vermögen der Francisco Deutschland GmbH angeordnet. Löhne und Gehälter für die Monate Mai bis Juli dieses Jahres sind entsprechend über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit (BA) abgesichert.

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Zu "Oil & Vinegar" gehören 19 eigene Geschäfte sowie drei Franchise-Standorte. Das Unternehmen ist die deutsche Tochter der niederländischen Muttergesellschaft Assisi BV mit Sitz in Oosterhout, die im April 2026 finanziell auf Grund lief.

Rechtsanwalt Jens Lieser wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt.
Rechtsanwalt Jens Lieser wurde als vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt.  © imago/Thomas Frey

Feinkostkette "Oil & Vinegar" pleite: Sicherung von Arbeitsplätzen und Unternehmen als Ziel

Alle Mitarbeiter wurden in einer Betriebsversammlung über die Insolvenz und die weiteren Schritte informiert. In den kommenden Wochen stehen für die Geschäftsführung und Insolvenzverwalter Lieser Gespräche mit Vermietern, Lieferanten, Banken und Geschäftspartnern an. Ziel ist eine Stabilisierung und die Schaffung der Grundlage für ein Überleben der Kette.

Auch Lieser hob die Bedeutung der Sicherung von Arbeitsplätzen hervor: "Natürlich wollen wir das Unternehmen möglichst erhalten." Jobs sollen im Idealfall immer gesichert werden. "Aber um eine belastbare Auskunft zu geben, ist es noch zu früh."

Kunden der Feinkost-Kette, die 1999 in den Niederlanden gegründet worden war, müssen sich vorerst nur geringfügig umstellen. In den Filialen und Geschäften läuft demnach alles normal, nur Bestellungen im Netz sind nicht möglich.

Titelfoto: IMAGO/Depositphotos

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