Ostdeutsche Parfümerie meldet Insolvenz an: 13 Filialen betroffen
Bautzen/Dresden - Hier gibt's wohlriechende Düfte, doch diese Nachricht hinterlässt einen faden Beigeschmack. Die ostdeutsche Parfümerie Thiemann muss Insolvenz anmelden. 13 Filialen hat das Unternehmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg.
Als Gründe für die Planinsolvenz nennt Thiemann "besonders die Folgen der Corona-Pandemie, die damit verbundenen Kreditlasten und langfristige Mietverträge an Standorten", die zur wirtschaftlichen Belastung geworden wären.
Corona sei deshalb ein so einschneidendes Ereignis gewesen, weil die Parfümerie bis 2019 "nahezu schuldenfrei" agiert hätte.
Das Unternehmen weicht auf seiner Homepage der Frage aus, ob Filialen geschlossen werden müssen.
"Zum jetzigen Zeitpunkt werden alle Standorte geprüft. Dabei geht es darum, welche Filialen langfristig wirtschaftlich tragfähig sind und welche Strukturen angepasst werden müssen.
Wir werden keine vorschnellen Aussagen treffen", teilte die Parfümerie mit.
Thiemann hat zwei Ladengeschäfte in Dresden in der Altmarkt-Galerie und in der Hauptstraße. Weiterhin ist die Parfümerie in Sachsen zweimal in Bautzen und in Görlitz sowie in Leipzig, Freiberg, und Pirna. Auch in Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt und in den brandenburgischen Städten Cottbus und Senftenberg ist Thiemann mit Geschäften vertreten.
Sowohl die Ladengeschäfte als auch der Online-Shop bleiben (vorerst) geöffnet, betont das Unternehmen.
Thiemann will in den kommenden Wochen sein Konzept und die Standorte auf den Prüfstand stellen und informieren, "sobald es belastbare Entscheidungen" gibt.
Titelfoto: imago/Steffen Unger
