Schließungs-Welle bei Galeria Karstadt Kaufhof: Diese Abfindung sollen Mitarbeiter bekommen

Deutschland - Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof (GKK) schwächelt weiter und sieht sich gezwungen, etliche Filialen in Deutschland zu schließen. Damit werden auch viele Mitarbeiter ihre Jobs verlieren. Ende Januar setzte sich das Unternehmen als Zeitspanne, um für Klarheit zu sorgen. Jetzt gibt es neue Informationen.

Wie es weiter mit Galeria Karstadt Kaufhof geht, soll bald entschieden werden.
Wie es weiter mit Galeria Karstadt Kaufhof geht, soll bald entschieden werden.  © Heiko Rebsch/dpa

Wie der Nachrichtendienst Business Insider Deutschland berichtete, steht das Schicksal von 129 GKK-Filialen auf dem Spiel. Im schlimmsten Fall wolle man 81 Standorte dicht machen. Es würden gerade einmal 48 Warenhäuser übrig bleiben.

Bis zum Ende des Monats wolle die Galeria-Karstadt-Gruppe bekannt geben, welche Filialen die Schließung trifft und welche die derzeitige Krise überleben sollen. Außerdem könne die Zahl der voraussichtlich zu schließenden Standorte noch zurückgehen.

Dem war vergangene Woche ein Interessenausgleich vorausgegangen, den das Management und der Betriebsrat des GKK zum Wohle seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschlossen hat.

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Eine größere Entlassungswelle könne aber nicht verhindert werden. Mitarbeiter, die von einer Kündigung betroffen sind, sollen zwei Monatsgehälter an Abfindung bekommen, maximal jedoch 7500 Euro. Dies bestätigte der Gesamtbetriebsratsvorsitzende der Galeria-Karstadt-Gruppe, Jürgen Ettl.

Bangen seit Oktober

Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will bundesweit zahlreiche Filialen schließen.
Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof will bundesweit zahlreiche Filialen schließen.  © Boris Roessler/dpa

Auch wenn mindestens 48 Filialen nicht von einer Schließung betroffen sein werden, müssen die dortigen Mitarbeiter ebenfalls um ihre Anstellung bangen. Denn durch Umstrukturierungen verbleibender Standorte soll es ebenfalls zu Entlassungen kommen.

Die GKK-Filiale in Chemnitz hatte bereits im Dezember 2022 den Besitzer gewechselt. Und sogar für den großen Dresdner Standort wurden bereits erste Pläne zur Untervermietung an das Rathaus bekanntgegeben.

Man versuche aber, "so wenig Kündigungen wie möglich auszusprechen", so der GKK-Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz im Interview mit der "Wirtschaftswoche".

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Ebenso soll es Mitarbeiter des Facility-Managements treffen. 700 von 1900 Angestellten könnten von einer Kündigung betroffen sein.

In einer Pressemitteilung des Warenhauses vom heutigen 31. Januar heißt es: "Galeria Karstadt Kaufhof plant einen massiven Umbau seiner Warenhäuser und eine Reduktion der Filial-Struktur um rund ein Drittel."

Man plane, ein zukunftsorientiertes Konzept umzusetzen, um wettbewerbsfähige Strukturen zu etablieren und sich an die gestiegenen Energiekosten und Nachfragerückgänge im Zuge der Inflation anzupassen.

17.000 GKK-Angestellte bangen, seitdem sich der Konzern im Oktober vergangenen Jahres in ein Schutzschirmverfahren begeben hat, um die ihre berufliche Zukunft bei dem Warenhaus.

Titelfoto: Bildmontage: Heiko Rebsch/dpa

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