Traditionsmarke kämpft: Playmobil-Umsatz sinkt weiter

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Von Michael Donhauser

Zirndorf - Der Hersteller der traditionsreichen Playmobil-Figuren, die Horst-Brandstätter-Group aus dem fränkischen Zirndorf bei Nürnberg, hat im zurückliegenden Geschäftsjahr erneut deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen müssen und macht weiter Verluste.

Kostendruck und schwierige Märkte: Playmobil wird im Juni die Produktion von Playmobil-Figuren in Deutschland beenden.
Kostendruck und schwierige Märkte: Playmobil wird im Juni die Produktion von Playmobil-Figuren in Deutschland beenden.  © Alexander Rüsche/dpa

Die Einnahmen gingen im Geschäftsjahr 2024/2025 auf 409 Millionen Euro zurück, teilte das Unternehmen in Zirndorf mit. 

Im Vorjahr hatte das Unternehmen seinen Umsatz für das Geschäftsjahr 2023/24 mit 490 Millionen Euro angegeben.

Jetzt sprach ein Unternehmenssprecher von 449 Millionen Euro "Nettoumsatz" im zurückliegenden Geschäftsjahr. Zum Vergleich: 2020/21 hatte der Umsatz noch bei rund 760 Millionen Euro gelegen.

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"Der Umsatzrückgang hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich abgeschwächt", heißt es in der Mitteilung.

"Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung wurden umfassende strukturelle Anpassungen mit hohen Investitionen umgesetzt und in Kauf genommen, dass das Ergebnis vorübergehend negativ bleibt."

Zur konkreten Höhe der Verluste machte das Unternehmen keine Angaben. Brandstätter hatte unter anderem rund 700 Stellen im In- und Ausland abgebaut.

Immerhin: Die Neuerungen aus den letzten Jahren kommen an

Die traditionsreichen Playmobil-Figuren konnten erneut keinen finanziellen Aufschwung für die Horst-Brandstätter-Group erreichen.
Die traditionsreichen Playmobil-Figuren konnten erneut keinen finanziellen Aufschwung für die Horst-Brandstätter-Group erreichen.  © Tag24/Schimpfhauser

Mittel- bis langfristig soll wieder profitables Wachstum erzielt werden. Im laufenden Geschäftsjahr sollen für die Marke Playmobil neue Zielgruppen erschlossen werden.

So seien etwa die Verkaufszahlen für die Figuren der Fußball-Nationalmannschaft - einem Lizenzgeschäft mit dem Deutschen Fußball-Bund - vielversprechend.

Im September sollen Figuren aller Fußball-Bundesliga-Mannschaften folgen. Der 2015 gestorbene Firmenpatriarch Horst Brandstätter hatte die Figuren 1974 auf den Markt gebracht und daraus einen Welterfolg gemacht. 

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"Die intensive Entwicklungsarbeit der vergangenen Jahre zahlt sich zunehmend aus", sagte Playmobil-Vorstand Bahri Kurter. "Wir sehen, dass unsere neuen Produkte und Kooperationen im Markt auf großes Interesse stoßen und unsere Markenpräsenz stärken."

Das Unternehmen wird im Juni die Produktion von Playmobil-Figuren in Deutschland beenden. Im Werk im mittelfränkischen Dietenhofen sollen dann nur noch Pflanzkübel der Marke Lechuza hergestellt werden.

Bis zu 350 Menschen verlieren ihren Job. Die Produktion soll in anderen Ländern, etwa Malta und Tschechien, weitergeführt werden.

Titelfoto: Tag24/Schimpfhauser

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