Zoo Dresden: Viel Sex, aber kein Nachwuchs! Was ist bei den Elefanten los?

Dresden - Sag mir Tembo, sag mir wann ... Elefant Tembo (34) ist seit zehn Monaten im Dresdner Zoo und soll die drei Elefantendamen schwängern. Doch bislang ist kein Nachwuchs in Sicht.

Tembo und Mogli beim Liebesgeflüster auf der Außenanlage.
Tembo und Mogli beim Liebesgeflüster auf der Außenanlage.  © Thomas Türpe

Seit ein paar Tagen steht Tembo täglich bis nachmittags mit Mogli (25) auf der Außenanlage. Sawu (24) und Drumbo (28) müssen drinnen bleiben, damit Mogli und Tembo sich in Ruhe dem Liebesspiel hingeben können.

Mit großer Zuneigung hat das nichts zu tun. Mogli ist derzeit in der fruchtbaren Phase. Davor war es Sawu (24), danach wird es Drumbo (28) sein. "Gedeckt hat er sie alle schon", so Zoosprecher Thomas Brockmann.

Sorge, dass Tembo ein Potenzproblem hat, gibt es im Zoo (noch) nicht. Deshalb ist derzeit auch keine Untersuchung diesbezüglich geplant. "Er hat sich ja schon bewiesen", so Brockmann über den siebenfachen Elefanten-Vater. "Wir müssen Geduld haben", sagt Zoo-Chef Karl-Heinz Ukena (48). "Die Elefantenkühe verstehen sich ja zum Glück sehr gut mit Tembo."

Ursprünglich war der Aufenthalt von bis zu zwei Jahren geplant. Ein längeres "Vorspiel" sieht Ukena nicht als Problem: "Der Bulle bleibt hier so lange, bis mindestens eine Kuh trächtig ist." Und wer weiß: So eine Elefantenschwangerschaft (etwa 22 Monate) zeigt sich erst nach etwa drei Monaten.

Im November 2018 reiste Tembo aus dem Tierpark Berlin zum Liebesurlaub in Dresden an. Falls Tembo tatsächlich ein Potenzproblem hat, wäre er nicht allein im Zoo.

Das Krokodil De Gaulle (48) fand 2016 aufgrund seiner Impotenz eine Art Gnadenhof in Dresden, nachdem es in Leipzig potenteren Artgenossen Platz machen musste.

Tembo gibt offensichtlich sein Bestes ...
Tembo gibt offensichtlich sein Bestes ...  © Thomas Türpe
Zoo-Chef Karl-Heinz Ukena (48) ist optimistisch, dass es mit dem Elefanten-Nachwuchs noch klappt.
Zoo-Chef Karl-Heinz Ukena (48) ist optimistisch, dass es mit dem Elefanten-Nachwuchs noch klappt.  © Steffen Füssel

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