Autobahnen und Züge zu Pfingsten voll: Reisende müssen sich auf Verzögerungen einstellen
Von Volker Danisch
Köln - Erst ein langes Wochenende für alle, dann sogar noch ein Tag Mini-Ferien für die Schüler in NRW. Das Pfingst-Wochenende ist die nächste Gelegenheit für einen Kurzurlaub. Denn nach dem arbeitsfreien Pfingstmontag bleiben am Dienstag die Schulen landesweit geschlossen.
Auf den Autobahnen und bei der Bahn dürfte es viel Reiseverkehr geben. Vor allem am Freitagnachmittag und noch einmal beim Rückreiseverkehr am Dienstag rechnet der ADAC mit Staus.
Wer unbedingt am Freitag (22. Mai) in den Kurzurlaub starten will, sollte nach Möglichkeit schon am Morgen oder Vormittag losfahren: "Bis 12 Uhr kommt man relativ gut durch oder am Abend nach 18 Uhr", sagt ADAC-Sprecher Thomas Müther. Für Familien mit schulpflichtigen Kindern ist der frühe Start aber natürlich keine Option.
Wer nur einen Tagesausflug plant, kommt am Pfingstsonntag laut ADAC am besten durch. Auf den Autobahnen dürfte dann spürbar weniger los sein. Lediglich auf den Ausfallstraßen der Städte in die Naherholungsgebiete rechnet der Automobilclub mit mehr Betrieb.
Richtig voll wird es auf den Autobahnen den Prognosen zufolge - wie eigentlich immer - am Freitagnachmittag. Laut ADAC kommen dann Berufsverkehr, Freizeitverkehr und zusätzlicher Reiseverkehr zusammen. Die Autobahn GmbH spricht vom ersten großen "Belastungstest", wenn am Nachmittag der Berufsverkehr auf die einsetzende Reisewelle trifft.
Auch am Samstagvormittag sieht der ADAC für die Zeit von 10.00 bis 15.00 Uhr noch ein erhöhtes Staupotenzial. Die Autobahn GmbH erwartet in ihrem bundesweiten Ausblick ebenfalls für Samstag ein hohes Verkehrsaufkommen.
Wie voll wird es bei der Bahn?
Am Pfingstmontag wird eine erste Rückreisewelle erwartet. Der ADAC geht in NRW von einer moderat steigenden Staugefahr ab dem Mittag vor allem rund um Köln aus. Gute Nerven bräuchten Reisende auf dem Rückweg nach NRW aber auf den Autobahnen aus Richtung Nord- und Ostsee, also A1, A2, A7 oder aus den Niederlanden A12/A3.
Der ADAC betrachtet in NRW die A1 (Köln - Dortmund - Bremen - Hamburg), die A2 (Oberhausen - Dortmund - Hannover) und die A3 (Köln - Oberhausen - Emmerich) als potenzielle Staustrecken.
Gerade auf dem Kölner Autobahnring, in den Bereichen Oberhausen/Duisburg (A3/A40, Kreuz Kaiserberg) und Bochum/Herne/Recklinghausen (A43) sowie am Kamener Kreuz (A1) und auf der Wuppertaler Stadtautobahn (A46) drohten Staus und stockender Verkehr.
Auch in den Zügen wird die Reisewelle spürbar sein. "Hauptreisetage über Pfingsten werden Freitag und Pfingstmontag sein", sagte ein Bahnsprecher. Vor allem auf den Hauptstrecken zwischen den Großstädten rät die Bahn zu einer Sitzplatzreservierung.
Wer spontan ist und kurzfristig mit der Bahn verreisen will, kann versuchen, eines der neu eingeführten Tickets zum Last-Minute-Sparpreis zu bekommen. Am vergangenen Wochenende seien 77.000 dieser Tickets verkauft worden, sagte der Sprecher.
Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

