Zum Nachteil für Raucher: Düsseldorf plant neues Verbot an Haltestellen
Düsseldorf - Die Stadt Düsseldorf will das Rauchen an Bushaltestellen und oberirdischen Rheinbahn-Stationen künftig stärker einschränken. Wer ab 2027 im Wartebereich zur Zigarette greift, könnte dafür sogar ein Bußgeld kassieren.
Für Raucher könnte sich damit im kommenden Jahr einiges ändern: In den Wartehäuschen von Bus und Straßenbahn soll künftig nicht mehr geraucht werden dürfen. Auch E-Zigaretten und Verdampfer wären von dem geplanten Verbot betroffen.
Möglich macht das eine Änderung der Düsseldorfer Straßenordnung. Darin soll ausdrücklich festgehalten werden, dass das Rauchen und Dampfen in "überdachten Warteanlagen" des öffentlichen Nahverkehrs verboten ist.
Der Verkehrsausschuss hat den Entwurf bereits auf den Weg gebracht. Am 12. November muss nun noch der Stadtrat zustimmen. Geplant ist, dass die neue Regelung zum 1. Januar 2027 in Kraft tritt.
Wer sich dann trotzdem eine Zigarette anzündet, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Damit könnte auch ein Bußgeld fällig werden. Auf dem Gehweg neben der Haltestelle dürfte dagegen weiterhin geraucht werden.
Ein ähnliches Verbot gibt es bereits an unterirdischen Bahnsteigen der Rheinbahn sowie an Bahnhöfen der Deutschen Bahn. Neu wäre in Düsseldorf vor allem, dass die Regelung auch für die überdachten Haltestellen im Freien gilt.
Die Stadt wäre damit Vorreiter in NRW. In Köln versucht die KVB bislang vor allem mit Plakaten, die Fahrgäste vom Rauchen an Haltestellen abzuhalten. Dort heißt es etwa: "Macht aus der Haltestelle keine Raucherecke."
Titelfoto: Markus Lenhardt/dpa/dpa-tmn
