Erbärmliche Zustände in Restaurant aufgedeckt: Schwarzarbeiter schlafen auf Tischen

Bielefeld - Allein beim Anblick der Betten, auf denen mehrere Schwarzarbeiter in einem Bielefelder Restaurant nächtigten, schmerzt einem der Rücken.

Hier ließ eine Restaurantbetreiberin (39) aus Bielefeld die Männer schlafen, die ihr Lokal renovierten.  © Hauptzollamt Bielefeld

Anfang März hatte Beamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) ein Restaurant in der westfälischen Stadt genauer unter die Lupe genommen und dabei fatale Zustände aufgedeckt, wie das Hauptzollamt Bielefeld am Montagmorgen mitteilte.

Da in der Lokalität zu diesem Zeitpunkt Renovierungsarbeiten durchgeführt wurden, wurden dort vier vietnamesische Bauarbeiter angetroffen - allesamt ohne gültige Arbeitserlaubnis.

Doch das wortwörtliche dickere Brett fanden die Einsatzkräfte eine Etage tiefer: "Im weiteren Verlauf der Prüfung kam zum Vorschein, unter welch katastrophalen Umständen die vietnamesischen Arbeiter untergebracht waren. Sie schliefen im Keller des umzubauenden Restaurants auf zusammengestellten Tischen", erklärte Hauptzollamt-Sprecher Ralf Wagenfeld.

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Veröffentlichte Bilder zeigen mehrere erbärmliche Konstruktionen, die zwischen dem Gerümpel im Keller als Bett fungieren sollten. Während drei der provisorischen Schlafplätze immerhin mit einer angeranzt wirkenden Matratze ausgestattet waren, lag einer der Schwarzarbeiter offenbar nur auf einer harten Holzplatte und einem Kopfkissen.

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Das sieht maximal unbequem aus.  © Hauptzollamt Bielefeld

Die Restaurantbetreiberin, eine 39-jährige Vietnamesin, hat nun ein Ermittlungsverfahren am Hals. Bitter: Auch in ihrem zweiten Bielefelder Restaurant stellte der Zoll nur wenige Tage später mehrere illegale Arbeiter fest.

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