Beunruhigende Entwicklung: Aggressive Hornisse hat sich massiv ausgebreitet - Hier fühlt sie sich besonders wohl
Von Petra Albers
Köln/Recklinghausen - Die vor allem von Imkern gefürchtete Asiatische Hornisse hat sich in Nordrhein-Westfalen massiv ausgebreitet.
2025 wurden mehr als 7300 Exemplare gemeldet - im Jahr zuvor waren es knapp 1400, wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima NRW (Lanuk) auf dpa-Anfrage mitteilte. 2023 seien es knapp 400 und 2022 erst 9 Sichtungen gewesen.
Die aggressiven Hornissen lauern Honigbienen an ihrem Stock auf und töten sie im Flug.
In diesem Jahr seien bisher bereits mehr als 120 Beobachtungen bestätigt worden. "So früh im Jahr wurden erst seit 2024 überhaupt Asiatische Hornissen in NRW beobachtet", sagte eine Sprecherin.
Besonders häufig finde sich die invasive Art im Rheinland und im Ruhrgebiet, doch auch in die östlichen Landesteile dringe sie immer weiter vor.
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) kam vor etwa 20 Jahren nach Europa. 2020 wurde sie erstmals in NRW nachgewiesen.
Im vergangenen Jahr stufte das Bundesumweltministerium sie in Deutschland als "weit verbreitet" ein. Seitdem sind die Behörden nicht mehr zur Beseitigung aller Nester verpflichtet, dies geschieht nur noch im Einzelfall.
Nester finden sich häufig in Sträuchern und Geräteschuppen
"Um eine weitere Ausbreitung dennoch einzudämmen, wird die Beseitigung von Nestern durch geschultes Fachpersonal weiterhin empfohlen", teilte die Stadt Bottrop mit. Dies liege jedoch in der Verantwortung der Grundstückseigentümer.
Um die lokale Ausbreitung der Hornisse im Blick behalten zu können, sollten Bürger Nester der Asiatischen Hornisse weiterhin der Stadt melden, hieß es.
Die Asiatische Hornisse ist mit etwa zwei Zentimetern Körperlänge etwas kleiner als die heimische Hornisse. Auffällig sind ihre schwarze Brust, die schwarz-gelben Beine sowie der überwiegend dunkle Hinterleib mit gelben Banden.
Ihre kugeligen sogenannten Primärnester finden sich im Frühling häufig unter Dachüberständen, in Geräteschuppen oder bodennah in Sträuchern und Hecken.
Titelfoto: Boris Roessler/dpa

