Kaum noch Endlager-Standorte in NRW möglich: Wohin mit dem Atommüll?

Von Marco Rauch

Köln/Düsseldorf - Für ein Atommüll-Endlager kommen in Nordrhein-Westfalen kaum noch Regionen infrage - nur ganz im Norden des Bundeslandes an der Grenze zu Niedersachsen werden weiterhin kleine Gebiete geprüft.

Am neuen Standort soll Atommüll für eine Million Jahre sicher gelagert werden können. (Symbolfoto)  © Sebastian Kahnert/dpa

Insgesamt kommen nur noch etwa fünf Prozent der Fläche Deutschlands für ein Endlager für gefährlichen, hochradioaktiven Atommüll infrage, wie die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) mitteilt.

Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche nach einem Endlager.

Welche Gebiete genau im Norden von NRW noch geprüft werden, soll ab 14 Uhr über einen Navigator auf der Website des BGE ersichtlich sein.

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Bei der sogenannten Endlagersuche wird ein Standort mit bestmöglicher Sicherheit für die Endlagerung der gefährlichen, hochradioaktiven Abfälle in Deutschland gesucht, teilt das BGE mit. 

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Atommüll-Lager soll bis spätestens 2050 gefunden werden

Noch immer wird ein Standort für ein Endlager für rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Atommüll gesucht. (Symbolfoto)  © Moritz Frankenberg/dpa

Bis Ende kommenden Jahres will die BGE dem Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) Standortregionen für die oberirdische Erkundung vorschlagen. Das BASE wiederum bewertet diese Vorschläge für das Bundesumweltministerium.

Die finale Entscheidung über die zu erkundenden Standortregionen trifft am Ende der Gesetzgeber.

Bis spätestens 2050 soll ein Lager für rund 27.000 Kubikmeter hochradioaktiven Atommüll gefunden werden, der in mehr als 60 Jahren Atomkraft-Nutzung angefallen ist. Der Standort soll Sicherheit für eine Million Jahre bieten.

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Derzeit lagert deutscher Atommüll in sechzehn oberirdischen Zwischenlagern in verschiedenen Bundesländern. Die letzten deutschen Atomkraftwerke gingen im April 2023 außer Betrieb.

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