Von Oliver Auster
Düsseldorf - Zum Start des neuen Jahres räumt Nordrhein-Westfalen den öffentlichen Dienst auf! Der neuen Pläne zum Opfer fällt auch jede Menge kurioser Bürokratie-Irrsinn.
Unter anderem muss ein Polizeitaucher nicht mehr dokumentieren, wie warm das Wasser war – woran sich seine Zulage bisher unter anderem bemisst.
Tatsächlich sei es bisher so, dass die Zulage für Polizeitaucher sich neben der Temperatur auch an der Strömung und Tauchtiefe bemesse.
Künftig soll es pro Taucheinsatz eine bestimmte Pauschale geben – egal wie kalt das Wasser ist. Auch Sprengstoffentschärfer und -ermittler sollen eine Monatspauschale bekommen, statt jeden Einsatz einzeln abzurechnen.
Zudem wird die neue Regelung nach Angaben des Finanzministeriums auch Folgen für Tausende Streifenpolizisten und Kripo-Beamte haben: "Die komplizierte Schichtzulage bei der Polizei wird abgeschafft und durch eine höhere Pauschale für Dienst zu ungünstigen Zeiten ersetzt", erklärte ein Sprecher.
In Summe werden die Zulagen nach Berechnung des Finanzministeriums tatsächlich beträchtlich steigen – um 45 Millionen Euro pro Jahr.
Neben der finanziellen Verbesserung sieht das Ministerium einen weiteren Effekt: Polizisten, Feuerwehrleute und Justizvollzugsbeamte haben durch weniger Papierkram mehr Zeit für ihre eigentlichen Aufgaben.
Die Reform ist Teil der Modernisierung des öffentlichen Dienstes, die zum 1. Januar 2027 in Kraft treten soll.