Nach Feuer in Hürtgenwald: Satelliten sollen Waldbrände in NRW schneller aufspüren
Von Oliver Auster
Düsseldorf - Das gigantische Feuer in Hürtgenwald sowie im Naturschutzgebiet Hohes Venn an der deutsch-belgischen Grenze beschäftigt das Land Nordrhein-Westfalen auch nach Ende des Einsatzes weiter. Nun soll dieser von Satelliten zur Früherkennung von Waldbränden überprüft werden.
Wie eine Sprecherin des Landwirtschaftsministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) sagte, könnte man den Zugang zu Beobachtungssatelliten mit Wärmebildkameras nutzen.
Die seien vor allem bei Überflügen während der Nacht praktisch, "wenn sie die Wärme eines Brandes detektieren können".
Dabei sei "auch zu berücksichtigen, dass Wärmebilder von Landflächen mit wenig Bevölkerung - also mit weniger Licht- bzw. Wärmeabstrahlung - aussagekräftiger sein können als stark besiedelte Regionen".
Gerade in dünn besiedelten Regionen und eben nachts bekommt man aktuell gegebenenfalls erst spät mit, wenn es im Wald brennt. Denn laut Ministerium kommen die meisten Brandmeldungen in NRW von Menschen, "die unsere stark frequentierten Wälder besuchen und die Feuerwehr frühzeitig alarmieren".
Zudem setze man seit 2024 auf das halbautomatische Pilotprojekt "FireWatch" am Niederrhein, mit dem man aus kilometerweiter Entfernung über ein Kamerasystem eine Rauchentwicklung in Wäldern entdecken kann. "So hat das System bis August über 100 Brände detektiert und zum Beispiel Mitte des Monats einen Brand bei Sonsbeck schnell erkannt", erklärte die Sprecherin.
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