Von Wolf-Dietrich von Dewitz
Düsseldorf - Den Rheinfähren droht - ähnlich wie im abgelaufenen Sommer - aufgrund des Niedrigwassers eine erneute Zwangspause.
Schuld daran sind laut Betreiber der Fähre in Düsseldorf ausgebliebene Regenfälle.
Der Kölner Pegelstand, an dem sich die Zonser Fähre orientiert, lag am Mittwoch laut Wasserstraßenverwaltung des Bundes bei 66 Zentimetern und damit sechs Zentimeter niedriger als einen Tag zuvor.
"Vor einem Jahr waren wir zum gleichen Zeitpunkt bei 2,90 Metern", erklärt der Betreiber. "Jetzt sind wir nur drei, vier Zentimeter davon entfernt, den Betrieb schon wieder einstellen zu müssen - das ist ein Ritt auf der Rasierklinge."
Die nur einige Kilometer entfernte Hitdorfer Fähre, deren Route von Leverkusen nach Köln reicht, hat den Betrieb bereits wieder eingestellt. Nach einer langen Zwangspause war sie vergangene Woche nur wenige Tage in den Betrieb zurückgekehrt, bevor erneut der Stopp-Knopf gedrückt wurde.
Die Zonser Fähre zwischen Düsseldorf und Dormagen kommt dieses Jahr bereits auf 68 Schließtage als Folge des niedrigen Pegelstandes und damit 22 Tage mehr als in ihrem bislang schlechtesten Jahr 2018.
Der bisherige Jahresumsatz habe sich im Vergleich zu 2025 halbiert, sagt Betreiber Jansen. "Noch so ein Jahr wie 2026 schaffen wir nicht."