Schon wieder Sabotage an Umspannwerk: Polizei liegt Bekennerschreiben vor

Dormagen - In Dormagen (Rhein-Kreis-Neuss, NRW) ist es erneut zu einer versuchten Sabotage an einem Umspannwerk gekommen.

Nachdem ein verdächtiger Gegenstand in der Nähe des Umspannwerks in Dormagen-Gohr gemeldet wurde, war die Polizei im Einsatz.  © Jan Ohmen

Der Polizei liegt ein Bekennerschreiben vor, welches auch mehreren Medien zugespielt wurde, wie ein Sprecher der Polizei Köln gegenüber TAG24 bestätigt hat.

In dem Schreiben seien auch andere - schon öffentlich bekannte - Verdachtsfälle in Nordrhein-Westfalen und Brandenburg erwähnt worden.

"Wir müssen jetzt prüfen, ob der Inhalt tatsächlich passt und ob das Bekennerschreiben von einem Tatverdächtigen stammen kann, oder einem Trittbrettfahrer zuzuordnen ist", so der Sprecher weiter.

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Einem Spaziergänger waren am Donnerstagabend (3. September) gegen 18.15 Uhr verdächtige Gegenstände in der Nähe des Werks in Dormagen-Gohr aufgefallen, woraufhin er die Polizei alarmierte.

Demnach seien umgehend mehrere Einsatzkräfte ausgerückt, um die Lage zu untersuchen. Um was für Gegenstände es sich handelt, ist noch unklar. Beschädigungen gäbe es aber nicht, erklärte eine Polizeisprecherin am Donnerstagabend.

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Weitere Sabotagefälle in Brandenburg und NRW

Die Beamten sicherten die verdächtigen Gegenstände.  © Patrick Schüller

Wie "BILD" berichtet, soll es sich bei den gemeldeten Objekten um selbstgebastelte Vorrichtungen handeln, an denen Drähte und Zeitschaltuhren befestigt waren und die auf die dortigen Hochspannungsleitungen ausgerichtet gewesen sein sollen.

Warum die Vorrichtungen nicht auslösten, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Wie "BILD" von der Polizei erfahren haben will, wird ermittelt, ob es sich um einen technischen Defekt handelt oder die Uhren erst auf einen späteren Zeitpunkt eingestellt wurden.

"Das kann ich so nicht bestätigen", stellte der Sprecher der Polizei Köln jedoch klar.

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Erst am Dienstag wurde zunächst ein Umspannwerk in Südbrandenburg sabotiert, Stunden später ein weiteres in Bergheim in Nordrhein-Westfalen. Das Werk in Dormagen liegt nur rund 15 Kilometer von Bergheim entfernt.

Ob es Zusammenhänge zu dem Einsatz in Dormagen gibt, wird nun ermittelt.

Erstmeldung: 3. September, 22.46 Uhr; zuletzt aktualisiert: 4. September, 8.01 Uhr

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