Trend macht Hoffnung: Jugendliche in NRW weniger kriminell

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Von Frank Christiansen

Düsseldorf/Steinfurt - Die Zahl der kriminellen Jugendlichen ist in Nordrhein-Westfalen erneut deutlich gesunken.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU/74) präsentierte die aktuellen Zahlen zur Jugendkriminalität.
NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU/74) präsentierte die aktuellen Zahlen zur Jugendkriminalität.  © Frank Christiansen

Das geht aus dem neuen Lagebild zur Kinder- und Jugendkriminalität hervor, das NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU/74) in Steinfurt vorgestellt hat.

"Wir zählen rund sechs Prozent weniger Tatverdächtige unter 21 Jahren", so Reul. Noch deutlicher werde diese Entwicklung, wenn man die Zahlen mit dem Jahr 2023 vergleicht. "Dann haben wir sogar einen Rückgang von fast 40 Prozent."

Während die Zahl der tatverdächtigen Kinder im vergangenen Jahr stagnierte, ging die der Jugendlichen deutlich um 7,6 Prozent zurück. Insgesamt registrierte die Polizei rund 9.500 Straftaten weniger als im Vorjahr in diesen Altersgruppen. 

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Für rund 128.500 Taten waren Kinder, Jugendliche oder Heranwachsende demnach verantwortlich, nach 138.000 im Vorjahr – ein Minus um etwa sieben Prozent. Auf den tiefsten Stand seit zehn Jahren sanken die Straftaten junger Menschen unter Alkoholeinfluss. 

Deutlich weniger Gewalt im Schulalltag

Typische Taten junger Verdächtiger waren Diebstähle, Körperverletzungen, Beleidigungen und Sachbeschädigungen. Sie gingen auf breiter Front zurück. Die Gewalt an Schulen sank sogar um 14,2 Prozent. 

Gegen den Trend leicht zugenommen haben dagegen Straftaten Jugendlicher im Internet. Die Zahl der unter 21-jährigen Tatverdächtigen stieg in diesem Bereich um 2,5 Prozent auf rund 10.400. 

Der Streit in der Schule werde heute oft über das Handy weitergeführt, erläuterte Reul und warnte: "Das Netz ist kein rechtsfreier Raum. Wer bedroht, beleidigt, erpresst oder andere fertig macht, muss wissen: Die Polizei schaut hin und handelt."

Titelfoto: Frank Christiansen

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