Trotz drei Gesichtsbrüchen: Senioren-Paar darf Bordstein in Hagen nicht absenken

Hagen - Bei zwei Rentnern in NRW herrscht Fassungslosigkeit: Ein älteres Ehepaar forderte eine Bordstein-Absenkung vor seinem Haus, damit es barrierefrei leben kann. Doch eine Zusage erhielten die beiden nicht.

Das Leben von Erhard und Edith wird durch einen zu hohen Bordstein erschwert. (Symbolfoto)  © 123RF/ tinofotografie

Erhard von Reusner wollte sich das Leben erleichtern und platzierte vor seinem Haus eine mobile Rampe, wie SAT.1 berichtet. Das wurde dem Rentner aus Nordrhein-Westfalen jedoch zum Verhängnis. Ganze drei Knochenbrüche zog er sich währenddessen bei einem Sturz zu.

Der Bordstein ist zu hoch, um sein Auto einfach ausparken zu können.

Erhard, seine Frau Edith und Tochter Iris haben sich bereits an die Stadt Hagen gewendet, um den Bordstein absenken zu lassen. Die Familie hätte dies sogar aus eigener Tasche bezahlt - doch seit Jahren bekommen sie nur Ablehnung.

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Für eine Umsetzung bestehe die Stadt derzeit darauf, dass der Parkplatz mindestens fünf Meter breit sein müsste, wie sie gegenüber SAT.1 erklärte.

Die Familie besitzt derzeit einen Smart, weshalb ein kleiner Parkplatz völlig ausreiche und die Bedingung somit nicht erfüllt seien.

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Familie ist enttäuscht von der Stadt

Des Weiteren soll eine Bushaltestelle direkt vor das Haus verlegt werden. Den Vorschlag, diese in eine andere Straße zu setzen, lehnt die Stadt ab.

Tochter Iris verzweifelt so langsam, sie fühlt sich abgewimmelt. "Das macht uns schon wirklich wütend", erklärte sie in einem SAT.1-Interview. "Es wird auf Zeit gespielt."

Für das Ehepaar ist das Auto wichtig, für den Transport, aber auch für die Freiheit, die ihnen noch bleiben. Die Senioren haben zwar noch einen Garagenstellplatz, dieser ist aber mehr als 20 Stufen von ihrer Haustüre entfernt. Diesen Weg mit dem Einkauf zu bestreiten, scheint für beide undenkbar.

Nun haben sich Erhard und Iris einen Anwalt genommen.

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