Verdächtiger Gegenstand gemeldet: Schon wieder Sabotage an Umspannwerk?
Dormagen - In Dormagen (Rhein-Kreis-Neuss, NRW) ist es möglicherweise erneut zu einer versuchten Sabotage an einem Umspannwerk gekommen.
Einem Spaziergänger waren gegen 18.15 Uhr verdächtige Gegenstände in der Nähe des Werks in Dormagen-Gohr aufgefallen, woraufhin er die Polizei alarmierte. Das bestätigte eine Sprecherin gegenüber TAG24.
Demnach seien umgehend mehrere Einsatzkräfte ausgerückt, um die Lage zu untersuchen.
Um was für Gegenstände es sich handelt, ist noch unklar. Beschädigungen gäbe es aber nicht, so die Sprecherin.
Wie "BILD" berichtet, soll es sich bei den gemeldeten Objekten um selbstgebastelte Vorrichtungen handeln, an denen Drähte und Zeitschaltuhren befestigt waren und die auf die dortigen Hochspannungsleitungen ausgerichtet gewesen sein sollen.
Warum die Vorrichtungen nicht auslösten, ist dem Bericht zufolge noch unklar. Wie "BILD" von der Polizei erfahren haben will, wird ermittelt, ob es sich um einen technischen Defekt handelt oder die Uhren erst auf einen späteren Zeitpunkt eingestellt wurden.
Weitere Sabotagefälle in Brandenburg und NRW
Erst am Dienstag wurde zunächst ein Umspannwerk in Südbrandenburg sabotiert, Stunden später ein weiteres in Bergheim in Nordrhein-Westfalen. Das Werk in Dormagen liegt nur rund 15 Kilometer von Bergheim entfernt.
Ob es Zusammenhänge zu dem Einsatz in Dormagen gibt, wird nun ermittelt.
Erstmeldung: 3. September, 22.46 Uhr; zuletzt aktualisiert: 3. September, 22.59 Uhr
Titelfoto: Jan Ohmen
