Verkehrsindex krönt Essen und Köln zu Stau-Hochburgen

Von Rolf Schraa

Düsseldorf - Baustellen, immer mehr Autos und lange Pendlerwege ins Büro: Autofahrer in Nordrhein-Westfalen stehen weiter viele Stunden im Jahr im Stau.

Essen und Köln gehören laut Verkehrsindex zu den am stärksten staugeplagten Großräumen Deutschlands. (Symbolfoto)  © Soeren Stache/dpa

Die nervigen Wartezeiten haben sich 2025 in vielen Städten sogar noch vergrößert und für 2026 gibt es wenig Aussichten auf Besserung. Das geht aus dem alljährlichen Verkehrsindex des Karten- und Navigationsspezialisten TomTom hervor.

Demnach liegen von den zehn städtischen Großräumen mit der höchsten Staubelastung in Deutschland vier in NRW: Essen (Platz 2 hinter Berlin), Köln (Platz 7), Wuppertal (9) und Düsseldorf (10). Bielefeld (11) und Bonn (12) folgen direkt dahinter.

Die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit sank in Essen im vergangenen Jahr weiter auf nur 36 km/h - und das trotz mehrerer Autobahnen im städtischen Großraum.

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Nicht viel schneller waren die Autofahrer in Köln mit einem Durchschnitt von 43,6 Kilometern pro Stunde unterwegs. In der Landeshauptstadt Düsseldorf sank die durchschnittliche Reisegeschwindigkeit sogar auf 33,1 km/h - laut Studie Ausdruck der hohen Auslastung des Straßennetzes.

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Stauprognose 2026: Weiterhin schlechte Aussichten

Baustellen, mehr Autos und lange Pendelwege sorgen dafür, dass NRW-Autofahrer auch 2026 mit hohen Stauwerten rechnen müssen. (Symbolfoto)  © Stefan Sauer/dpa

Für das laufende Jahr machen die Experten den NRW-Autofahrern wenig Hoffnung. Die zahlreichen, oft parallelen Bauarbeiten an Straßen, Kanälen, Fernwärme- und Glasfasernetzen seien zwar nötig, brächten kurzfristig aber weitere Belastungen.

Hinzu kommt der wachsende Fahrzeugbestand. 2025 wurde in Deutschland erneut ein Höchststand bei den zugelassenen Kraftfahrzeugen erreicht.

Hohe Mieten und fehlender bezahlbarer Wohnraum führten dazu, dass viele Beschäftigte ins Umland ausweichen, so die Studie. Das verlängere die Pendelwege und erhöhe die Abhängigkeit vom Auto, da alternative Verkehrsangebote außerhalb der Städte häufig begrenzt sind.

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"Vieles spricht dafür, dass sich Autofahrerinnen und Autofahrer auch 2026 auf hohe Stauwerte und Zeitverluste einstellen müssen", heißt es in der Auswertung für NRW.

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