Wegen verschärfter Sicherheitslage: NRW verlängert Abschiebe-Stopp in Iran, doch es gibt Ausnahmen

Von Bettina Grönewald

Düsseldorf - Nordrhein-Westfalen verlängert den Abschiebestopp in den Iran um weitere drei Monate bis Mitte Juli.

Ein Abschiebestopp in den Iran gilt auch in mehreren anderen Bundesländern. (Symbolbild)
Ein Abschiebestopp in den Iran gilt auch in mehreren anderen Bundesländern. (Symbolbild)  © Julian Stratenschulte/dpa

Die Sicherheitslage im Iran habe sich durch den Krieg deutlich verschärft, begründete Fluchtministerin Verena Schäffer (39, Grüne) den Schritt. "Für Straftäter und Gefährder gilt der Abschiebestopp nicht", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur in Düsseldorf

Bereits im Januar hatte NRW angesichts der massiven Menschenrechtsverletzungen und des brutalen Vorgehens gegen die Zivilbevölkerung im Iran Abschiebungen dorthin ausgesetzt. Ein Abschiebestopp gilt deswegen auch in mehreren anderen Bundesländern. 

Der Bund sei gefordert, eine bundesweit einheitliche Regelung zum Schutz von Menschen aus dem Iran zu schaffen, betonte Schäffer.

Als Land könne NRW die Aussetzung nur begrenzt um weitere drei Monate verlängern.

Titelfoto: Julian Stratenschulte/dpa

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