Worms - Ein schwer verletzter Motorradfahrer musste noch am Unfallort reanimiert werden. Ein Schaulustiger zückte sein Smartphone und machte Aufnahmen davon, die Polizei schritt sofort ein!
Der Crash am Mittwochabend in Worms nahm ein tragisches Ende: Zwar wurde der Biker noch vom Rettungsdienst in eine Klinik gebracht, doch dort "wurden die Reanimationsmaßnahmen später erfolglos beendet", erklärte ein Sprecher. Der 42-Jährige starb.
Gegen den Schaulustigen "wurde ein Strafverfahren eingeleitet", hieß es weiter.
Der Sprecher der Polizeiinspektion Worms wies ausdrücklich darauf hin, dass "das Fotografieren oder Filmen hilfloser beziehungsweise schwer verletzter Personen" deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletze und eine Straftat darstellen könne.
Der Unfall hatte sich in der Berggasse ereignete. Ersten Ermittlungen der Polizei zufolge fuhr der 42-Jährige in Richtung Höhenstraße. Während der Fahrt hob er das Vorderrad seiner Maschine an und verlor in der Folge die Kontrolle über das Motorrad.
Der Biker krachte gegen das Heck eines am Straßenrand geparkten Autos. Dabei erlitt er tödliche Verletzungen.
"Hinweise auf ein Fremdverschulden liegen nicht vor", betonte der Sprecher. Die Ermittlungen zu dem Unfall und gegen den Schaulustigen dauern an.