Halle (Saale) - Schaut man sich die Karte zur Landtagswahl an, so ist im Prinzip ganz Sachsen-Anhalt blau gefärbt. Nur einen einzigen Wahlkreis konnte die vom Verfassungsschutz gesichert rechtsextreme AfD nicht überzeugen.
Der einzige Wahlkreis, in dem die Mehrheit der Bürger ihre Zweitstimme nicht für die AfD abgegeben hat, ist der Wahlkreis 37 in Halle.
Hier war mit Abstand das Bündnis 90/Die Grünen stärkste Kraft mit 33,7 Prozent, teilte die Händelstadt mit. Dahinter folgen die AfD mit 18,3 und die Linke und SPD mit je 13,8 und 13,4 Prozent der Stimmen. Die CDU konnte mit gerade einmal rund elf Prozent kaum punkten.
Der Kreis umfasst die Hallenser Stadtteile Seeben, Tornau, Gottfried-Keller-Siedlung, Mötzlich, Frohe Zukunft, Landrain, Diemitz, Am Wasserturm/Thaerviertel, Freiimfelde/Kanenaerweg, Giebichenstein, die Altstadt, die nördliche Innenstadt und das Paulusviertel.
Schaut man nur auf die Erststimme, so gab es in ganz Sachsen-Anhalt drei Wahlkreise, wo ein Nicht-AfD-Kandidat den Einzug schaffte. Das ist der Wahlkreis 11 in Magdeburg, wo sich Mustafa Groener (27, Linke) gegen seine Mitstreiter durchsetzte, und die Wahlkreise 36 und 37, beide in Halle, wo Gitta Susann Hartenstein-Wiermann (50, Linke) und Jannik-Loris Balint (29, Linke) triumphierten.
In der Landeshauptstadt Magdeburg holte in allen Stadtteilen, wenn auch nur knapp, die AfD die Mehrheit der Zweitstimmen. Die Grünen waren in der Elbestadt zweitstärkste Kraft.