Mit Glockengeläut und Schweigeminute: Halle erinnert an die Opfer des tödlichen Attentats auf Synagoge
Von Sebastian Münster
Halle (Saale) - In Halle wird am heutigen Freitag der Opfer des antisemitisch motivierten Anschlags an der Synagoge vor sieben Jahren gedacht.
Zum Zeitpunkt der ersten tödlichen Schüsse, um 12.03 Uhr, ist eine Schweigeminute geplant. In der gesamten Stadt sollen die Glocken läuten.
Am Mahnmal "Neun-Zehn-Neunzehn" im Hof der Synagoge können dann - wie im jüdischen Brauchtum üblich - Steine abgelegt werden, teilte die Stadt Halle mit.
Die Straßenbahnen werden zum Tatzeitpunkt stehen bleiben - eine Durchsage weist auf das Gedenken hin.
An den Orten der tödlichen Schüsse sind am Jahrestag Kranzniederlegungen geplant.
Am Gedenken in der Stadt nehmen Vertreter der Jüdischen Gemeinde sowie von Kirche, Stadt, Bürgerschaft, Politik und Zivilgesellschaft teil. Um 17 Uhr wird es eine öffentliche Gedenkveranstaltung auf dem Marktplatz geben.
Am 9. Oktober 2019 hatte der schwer bewaffnete Rechtsextremist Stephan Balliet am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur zwei Menschen erschossen und zahlreiche weitere verletzt. Er sitzt nun eine lebenslange Haftstrafe ab.
Titelfoto: Sebastian Willnow/dpa
