Pegelstände in Sachsen-Anhalt sinken durch extreme Hitze

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Von Daniel Josling

Magdeburg - Die extreme Hitze mit Temperaturen von bis zu 41 Grad Celsius am Wochenende verschärft auch die Niedrigwassersituation in Sachsen-Anhalt.

Besonders betroffen seien kleinere Flüsse und Gewässeroberläufe.
Besonders betroffen seien kleinere Flüsse und Gewässeroberläufe.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Die Wasserstände an den Flüssen seien in den vergangenen Tagen landesweit weiter gesunken und lägen inzwischen verbreitet im Bereich oder sogar unterhalb des langjährigen Niedrigwassers, teilte der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft (LHW) auf Anfrage mit. 

Besonders betroffen seien derzeit kleinere Flüsse und Gewässeroberläufe. Größere Flüsse wie Elbe, Saale, Unstrut und Bode würden in Niedrigwasserzeiten durch Wasserabgaben aus Talsperren gestützt, um ein weiteres Absinken der Pegelstände zu bremsen.

Dennoch sei auch die Elbe in diesem Jahr stark vom Niedrigwasser betroffen. Ursachen seien unter anderem geringe Schneemengen in den Mittelgebirgen im Winter sowie das außergewöhnlich trockene Frühjahr im tschechischen Einzugsgebiet von Elbe und Moldau.

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Nach Einschätzung des LHW ist bei anhaltender Hitze zunächst mit weiter langsam fallenden Wasserständen zu rechnen. Im langjährigen Mittel werden die niedrigsten Werte im Juli und August, an der Elbe teilweise sogar erst im September erreicht. Wie sich die Lage im weiteren Sommer entwickelt, lasse sich derzeit jedoch nicht verlässlich vorhersagen.

Regen könnte etwas Entlastung bringen

Die Niederschläge könnten die Niedrigwassersituation zumindest etwas entschärfen.
Die Niederschläge könnten die Niedrigwassersituation zumindest etwas entschärfen.  © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Allerdings könnte sich die Situation bereits Anfang kommender Woche zumindest vorübergehend etwas entspannen. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bleibt es zwar bis Sonntag zunächst trocken. Ab Sonntag steigt jedoch das Risiko für örtliche Hitzegewitter mit Starkregen.

Für Montag werde nach derzeitigem Stand sogar verbreitet Regen erwartet, der teils schauerartig verstärkt oder von Gewittern begleitet sein könne. Die Niederschläge könnten die Niedrigwassersituation zumindest etwas entschärfen, sagte ein DWD-Meteorologe.

Niedrigwasser kann nach Angaben des LHW Auswirkungen auf die Schifffahrt, Wasserentnahmen und die Gewässerökologie haben.

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So verschlechterten sich unter anderem Sauerstoffgehalt und Wasserqualität. Kleinere Gewässer oder einzelne Abschnitte könnten bei länger anhaltender Trockenheit zeitweise sogar trockenfallen.

Titelfoto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

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