16.000 Euro pro Stellplatz: Regierung baut sich Sachsens teuerste Fahrrad-Garage

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Dresden - Eine exklusive Fahrrad-Garage an der Staatskanzlei in Dresden und das neue Logo der Stadt Leipzig haben es in das bundesweite Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft.

Das "Schwarzbuch 2025/26" vom Bund der Steuerzahler listet Beispiele auf, wo aus Sicht des Steuerzahlerbunds Steuergelder verschwendet wurden.
Das "Schwarzbuch 2025/26" vom Bund der Steuerzahler listet Beispiele auf, wo aus Sicht des Steuerzahlerbunds Steuergelder verschwendet wurden.  © Shireen Broszies/dpa

In Dresden entstanden für 1,3 Millionen Euro 80 Stellplätze, die ausschließlich Staatsbedienstete nutzen können. Im Durchschnitt sind es mehr als 16.000 Euro Kosten pro Rad-Stellplatz.

Das sächsische Finanzministerium begründete die Kosten mit den besonderen Sicherheitsanforderungen. Die massive Fahrrad-Garage liegt unmittelbar neben der Staatskanzlei.

Eine dreiseitige Stahlbetonkonstruktion dient als Anprallschutz für Lastwagen und andere Fahrzeuge. Diese Schutzmaßnahme sei auf Empfehlung des Landeskriminalamtes umgesetzt worden, hieß es.

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Eine gut gemeinte Förderung des Radverkehrs rechtfertigt keine Luxuslösungen für wenige, kritisiert dagegen der Steuerzahlerbund.

Die Fahrrad-Garage an der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden hat es ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft.
Die Fahrrad-Garage an der Sächsischen Staatskanzlei in Dresden hat es ins Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler geschafft.  © imago/Sylvio Dittrich
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Mehr als 600.000 Euro für neues Corporate Design

In der Kritik: das neue Logo der Stadt Leipzig.
In der Kritik: das neue Logo der Stadt Leipzig.  © Sebastian Willnow/dpa/dpa

"Die Dresdner Fahrradgarage zeigt, wie teuer öffentliche Bauprojekte werden können, wenn Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit nicht oberste Priorität haben", so der Steuerzahlerbund.

Er kritisierte zudem das Gründach des Gebäudes. Dessen Pflege produziert künftig fortlaufende Kosten von mindestens 1500 Euro pro Jahr.

In Leipzig hatte sich die Stadt ein neues Corporate Design samt neuem Stadtlogo gegönnt. Ursprünglich hatte man dafür ein Budget von 50.000 Euro geplant. Am Ende liefen Kosten in Höhe von 666.000 Euro auf.

Reiner Holznagel ist Präsident des Bundes der Steuerzahler Deutschland. Der private Verein betont, er sei parteipolitisch neutral.
Reiner Holznagel ist Präsident des Bundes der Steuerzahler Deutschland. Der private Verein betont, er sei parteipolitisch neutral.  © IMAGO/dts Nachrichtenagentur

Die Stadt Leipzig betonte, dass die Kosten für die Kreation des Logos lediglich 15.000 Euro umfassten. Der Großteil der 660.000 Euro entfielen demnach auf die Entwicklung der eigenen Schriftart "Leipzig Sans" und den umfassenden Relaunch der Webseiten unter "leipzig.de".

Titelfoto: Montage: IMAGO/Sylvio Dittrich,

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