Alstom baut Standort Bautzen aus

Bautzen - Der Schienenfahrzeughersteller Alstom hat in Bautzen eine erweiterte Produktionshalle in Betrieb genommen. Alstoms Präsident für Zentral- und Nordeuropa, Tim Dawidowsky, sprach von einem wichtigen Meilenstein der Transformation hin zu einer modernen, optimierten industriellen Fertigung.

Alstoms Präsident für Zentral- und Nordeuropa, Tim Dawidowsky, fand viel Lob für den Standort Bautzen.  © Norbert Neumann

Die Gleisanlagen im Werk wurden von 45 auf 100 Meter verlängert, damit kann künftig parallel an mehr Fahrzeugen als bisher gleichzeitig gearbeitet werden.

Laut Alstom habe man 250 Kunden im Land. In Bautzen würden unter anderem Straßenbahnen für Berlin, Magdeburg und Dresden sowie die S-Bahn-Züge für Hamburg gebaut.

Hinzu komme "ein Milliardenauftrag" mit der S-Bahn Rheinland, für den in Bautzen mindestens 90 S-Bahn-Züge gebaut werden sollen.

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Nach Angaben von Unternehmen und dem Freistaat ist das Werk in Bautzen einer der modernsten Produktions- und Teststandorte Europas und sichert mehr als 1000 Arbeitsplätze in der Oberlausitz.

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Die neue Halle ist länger und nach modernsten Erkenntnissen gebaut.  © Norbert Neuman

Vor knapp einem Jahr hatte der französische Schienenfahrzeughersteller seine Produktion in Görlitz beendet.

Das Görlitzer Werk hat seitdem der Rüstungskonzern KNDS übernommen, der dort nun Panzerkomponenten fertigen will. Rund 170 Beschäftigte waren nach Angaben des Unternehmens nach Bautzen gewechselt.

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