Auch ohne Spritpreis-Deckel: Lange Schlangen an der einen Tankstelle, gähnende Leere an der anderen
Olbernhau/Brandov - Die Auswirkungen des Iran-Krieges sind auch an den Zapfsäulen spürbar. Besonders für Autofahrer aus dem Erzgebirge lohnt sich der kurze Weg ins nur rund 500 Meter entfernte Brandov (Brandau). Auch nach dem offiziellen Auslaufen des Spritpreis-Deckels in Tschechien bleibt der Preisunterschied zur deutschen Seite deutlich und macht sich beim Kundenaufkommen bemerkbar.
Bereits am Sonntag zeigte sich das eindrucksvoll: Während an der Shell-Tankstelle in Olbernhau zeitweise keine Fahrzeuge an den Zapfsäulen standen, bildete sich an der one1-Tankstelle in Brandov eine Schlange wartender Autos.
Ein Liter Superbenzin kostete in Olbernhau 2,21 Euro, in Brandov dagegen nur 1,85 Euro.
Auch am Montag war die Tankstelle in Brandov trotz des ausgelaufenen Spritpreis-Deckels weiterhin gut besucht. Ein Liter Super kostete dort 1,82 Euro, Diesel 1,76 Euro.
Auf deutscher Seite herrschte dagegen weiterhin wenig Betrieb. Eine Mitarbeiterin der Shell-Tankstelle bestätigte, dass "kein Andrang" bestehe und hier "mit keiner Wartezeit zu rechnen" sei.
Preisunterschied zwischen Deutschland und Tschechien spürbar
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Der Preisunterschied zwischen den beiden nur rund 500 Meter voneinander entfernten Tankstellen sei "bemerkbar".
Am Vormittag lag der Preis für Superbenzin bei 2,159 Euro pro Liter, Diesel kostete 2,109 Euro. Damit sparten Autofahrer in Brandov rund 34 Cent pro Liter Super und etwa 35 Cent pro Liter Diesel.
Bei einer Tankfüllung von 50 Litern summiert sich die Ersparnis auf rund 17 Euro. Gerade für Grenzbewohner bleibt der kurze Abstecher ins Nachbarland damit weiterhin ein klarer Preisvorteil. Offen bleibt allerdings, wie lange dieser Unterschied noch bestehen bleibt.
Titelfoto: Bildmontage: André März (2)
