Baugeld in Sachsen wird billiger: Darum profitieren nur Familien davon
Dresden - Auf dem freien Markt sind die Zinssätze für Baukredite gestiegen und liegen derzeit bei circa vier Prozent. Deutlich günstiger sind Darlehen des Freistaates. Jetzt senkt die Regierung die Sätze noch einmal. Aber nicht für alle.
Nur Familien kommen in den Genuss der um 0,5 Prozentpunkte sinkenden Darlehen. Familien, die Wohneigentum bauen oder kaufen wollen, erhalten die Förderdarlehen künftig zu Zinssätzen zwischen 0,1 und maximal 2,65 Prozent, teilte das Infrastrukturministerium mit. Bisher lag die Obergrenze bei 3,15 Prozent.
Eigentum schaffe Bindung und Verwurzelung mit der eigenen Region, erklärte Infrastrukturministerin Regina Kraushaar (62, CDU). "Es gibt Sicherheit und ist eine wichtige Säule der Altersvorsorge. Deshalb unterstützen wir vor allem Familien mit niedrigeren Einkommen."
Dafür stellt das Ministerium dieses Jahr insgesamt 55 Millionen Euro bereit, von denen rein rechnerisch 650 Familien profitieren.
Die Höhe eines Einzeldarlehens liegt nach Ministeriumsangaben in der Regel bei 80.000 Euro. Liegen Mobilitätseinschränkungen vor, gibt's mehr.
Jetzt kostenlos für den News-des-Tages-Newsletter anmelden!
Die Zinshöhe (Laufzeit bis zu 25 Jahre) hängt vom Einzelfall ab. Mehr Kinder, eine energetische Sanierung oder ein niedrigeres Haushaltseinkommen reduzieren die Zinssätze.
Titelfoto: Imago/allOver-MEV
