Dammkrone und Wanderwege im Winter gesperrt: Historischer Teich erhält zusätzliche Hochwasser-Entlastung

Brand-Erbisdorf - Ab dieser Woche Montag (28. September) wird am Erzengler Teich bei Brand-Erbisdorf (Landkreis Mittelsachsen) gebaut. Ein zusätzlicher Schutz für extreme Regenereignisse soll entstehen. Dafür müssen aber die Dammkrone und der Wanderweg gesperrt werden.

Der Erzengler Teich liegt südöstlich von Brand-Erbisdorf.  © Ralph Kunz

Für die Sicherungsmaßnahmen muss die Landestalsperrenverwaltung eine Geländeregulierung vornehmen, um eine zusätzliche Hochwasserentlastung des Dammes zu schaffen.

Die neue Flutrinne wird als rund 30 Meter breite und 100 Meter lange Mulde gebaut. Darüber soll bei extremem Hochwasser zusätzliches Wasser kontrolliert abgeleitet werden, wenn die bereits bestehende Hochwasserentlastung ihre Kapazitätsgrenze erreicht hat. Die Mulde umfasst eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern.

"Als Standort für die Mulde wird eine Geländevertiefung (natürliche Mulde) im Badebereich des Erzengler Naturbades genutzt. Somit bleiben der Erddamm und die historische Bausubstanz unberührt", so eine Sprecherin der Landestalsperrenverwaltung.

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Für die Arbeiten muss die Liegewiese am Westende des Erzengler Naturbades verändert werden. Die bereits bestehende Mulde wird abgesenkt und verbreitert. Wenn die Arbeiten bis zum Start in die nächste Freibadsaison abgeschlossen sind, kann die Wiese wieder genutzt werden.

Aber nicht nur die Liegewiese ist von den Maßnahmen betroffen, sondern auch ein Radweg und ein Parkplatz.

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Bauarbeiten sollen bis Mai 2027 abgeschlossen sein

Blick vom Damm auf das künftige Baufeld der Mulde im Bereich des Weges/Parkplatzes.  © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Michael Petzold

Eine sogenannte Nachlaufstrecke der Mulde führt in den Wald, sodass das Wasser zielgerichtet am Damm vorbeigeführt werden und erst am Ende der Auslaufstrecke in Richtung Münzbach abfließen kann. Dazu sind aber Baumfällungen nötig.

Ein Großteil der betroffenen Fläche soll dann im Herbst 2027 neu bepflanzt werden. Außerdem wurde bereits im Zellwald aufgeforstet.

Die Bauarbeiten beginnen am heutigen Montag und werden voraussichtlich bis Mitte Mai 2027 dauern. Die Kosten von rund 450.000 Euro übernimmt der Freistaat Sachsen. Ende März soll die Sperrung der Wege abgeschlossen sein.

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Der Erzengler Teich gehört zur Revierwasserlaufanstalt Freiberg und wurde im 16. Jahrhundert als Bergwerksteich angelegt. Als der Teich nicht mehr für den Bergbau gebraucht wurde, erhielt er eine Badeanstalt.

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