Ehemalige Monteurwohnungen werden zu Asylunterkunft

Hartha - In Hartha (Landkreis Mittelsachsen) geht eine neue Flüchtlingsunterkunft in Betrieb. Zunächst ziehen zehn ukrainische Geflüchtete ein - laut Landratsamt vor allem kleine Familien. Bisher gibt es 25 Plätze, weitere sollen folgen.

Ins "Hamimex"-Gebäude in Hartha sollen ukrainische Geflüchtete einziehen.  © EHL Media/Dietmar Thomas

"Hintergrund ist der deutliche Anstieg der Zuweisungen im 4. Quartal 2025, vor allem im Bereich ukrainischer Kriegsvertriebener", heißt es in einer Mitteilung. Nach Angaben des Landkreises sind die vorhandenen Kapazitäten weitgehend ausgeschöpft.

Neben der Einrichtung im "Hamimex"-Gebäude, in dem nun frühere Monteurwohnungen genutzt werden, ist vorgesehen, künftig rund 30 weitere Personen in Wohnungen im Stadtgebiet unterzubringen. Die Unterbringung an verschiedenen Orten soll "sowohl eine bessere Integration ermöglichen als auch die Belastung einzelner Standorte begrenzen".

Der Inbetriebnahme war ein längerer Abstimmungsprozess zwischen Landratsamt und Stadt vorausgegangen. Nachdem die Pläne des Landkreises für die neue Flüchtlingsunterkunft im vergangenen Herbst bekannt wurden, regte sich in Hartha Widerstand: von einer hitzigen Einwohnerversammlung bis hin zu Protesten der rechtsextremen "Freien Sachsen".

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Die Betreuung der Geflüchteten vor Ort übernimmt eine Tochtergesellschaft des Landkreises Mittelsachsen. Ein entsprechendes Sicherheitskonzept sei erarbeitet worden. Der Landkreis kündigte zudem an, den Austausch mit Stadt und Bürgerschaft fortzusetzen.

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