Weißeritztalbahn und Lößnitzdackel: Weniger Fahrgäste, aber große Vorhaben
Dresden - Aufbruchsstimmung mit Sorgenfalten! Die Bilanz der sächsischen Schmalspurbahnen (SDG) für 2025 zeigt: weniger Fahrgäste, radikal gekürzte Fördermittel, unsichere Perspektiven für nächstes Jahr. Gleichzeitig bleibt die Vorfreude auf den Saisonstart mit über 130 Veranstaltungen.
"Mit 275.000 Fahrgästen auf der Weißeritztalbahn und der Lößnitzgrundbahn müssen wir zwar einen Rückgang hinnehmen, sind jedoch angesichts der Rahmenbedingungen zufrieden", berichtet Mirko Groß (58), Eisenbahnbetriebsleiter der SDG.
Zum einen spielte das Wetter nicht mit, Herbst- und Sommerferien seien ungewöhnlich verregnet gewesen. Es fehlte zudem das "Schmalspurbahn-Festival", das alle zwei Jahre stattfindet (so in diesem Jahr). Außerdem wurden die Fördermittel aus dem Landeshaushalt radikal gekürzt: "Im letzten Jahr erhielten wir 800.000 Euro weniger, dieses Jahr sogar 900.000 Euro weniger."
Die insgesamt 120 Arbeitsplätze seien zwar nicht gefährdet, "aber weniger Geld bedeutet weniger Fahrten, bedeutet irgendwann weniger Personal", so die bittere Rechnung von Christian Schlemper (47) vom Verkehrsverbund Oberelbe.
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Saisonstart am 28. März
Aufgrund der Kürzungen mussten auch die Ticketpreise von 10 auf 12 Euro angehoben werden. Der Abendzug der Weißeritztalbahn ist komplett aus dem Programm genommen.
Trotz hartem Sparkurs wird gleichzeitig investiert. Mit VVO-Fördermitteln (315.000 Euro) können Strecken erneuert werden. Letztlich überwiegt die sichtliche Vorfreude auf den Saisonstart am 28. März.
"Ich glaube, unsere Dampfloks sollten auch für die kommenden Generationen erhalten bleiben. Dafür kämpfen wir weiter", konstatiert Bahn-Boss Froß dann auch optimistisch lächelnd.
Ob "Osterhasenexpress", Schmalspurbahn-Festival (19. und 20. September) oder Weintour mit dem Lößnitzdackel: Über 130 Veranstaltungen warten auf die Passagiere. Infos: sdg-bahn.de
Titelfoto: Thomas Türpe
