Leipzig/Dresden - Der mongolische Staatspräsident besuchte am Donnerstag einen ganzen Tag lang Sachsen.
Dabei ehrte Khurelsukh Ukhnaa (58) auch die Pioniere der Mongolistik in Deutschland. Erich Haenisch (†1966) und sein Schüler Natsagdorj Dashdorj (†1937) arbeiteten bereits vor 100 Jahren gemeinsam an der Uni Leipzig.
Wie sich Geschichte wiederholt: Natsagdorj Dashdorj kam 1925 mit 40 weiteren mongolischen Landsleuten im Zuge eines Studentenaustauschs nach Deutschland.
Heute wirbt Sachsen erneut um Nachwuchskräfte aus dem asiatischen Land. Eine Brücke bildet seit 2024 das sächsische Verbindungsbüro in Ulaanbaatar.
Um die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, unterzeichnete Präsident Khurelsukh Ukhnaa in Leipzig Kooperationsverträge mit sächsischen Universitäten.
Ein Prozent der 2,5 Millionen Mongolen spricht Deutsch
Nach einem Empfang im Alten Rathaus der Stadt enthüllte der Staatspräsident im Rahmen einer Festveranstaltung im Paulinum der Universität eine Gedenktafel zu Ehren von Haenisch und Dashdorj, die in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts die Schrift "Geheime Geschichte der Mongolen" aus dem Jahre 1240 erstmals in eine europäische Sprache übersetzten.
Am Nachmittag traf Ukhnaa dann auch auf Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU).
Ein Prozent der 2,5 Millionen Mongolen spricht Deutsch. Damit sei die Mongolei quasi Asien-Meister, scherzte Ukhnaa.
Über 1360 mongolische Studierende besuchen derzeit deutsche Universitäten. Vielleicht werden es künftig dank der Kooperation auch im Freistaat mehr.