Bunte Polarlichter sorgen für Naturschauspiel im Erzgebirge

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Drebach - Himmelsspektakel im Erzgebirge: In der Nacht zu Sonntag leuchteten Polarlichter in Sachsens Süden. Mit dem Auge war das Farbenspiel kaum zu sehen, Kameras fingen dafür den gefärbten Himmel sehr gut ein. TAG24 fragte nach: Gibt es das Naturschauspiel jetzt öfter bei uns zu erleben?

In Bärenstein bot sich ein farbenprächtiges Naturschauspiel am Himmel.
In Bärenstein bot sich ein farbenprächtiges Naturschauspiel am Himmel.  © Oliver Kaufmann

"Es täuscht, dass es häufiger Polarlichter gibt", erklärt das Planetarium Drebach auf TAG24-Anfrage.

Es gebe bessere Vorwarnsysteme und Apps, die die Leute rauslocken, und bessere Kameras, die die Lichter einfangen. "Das erweckt den Eindruck, dass es mehr ist."

Dass wir überhaupt Polarlichter wahrnehmen, liegt an einem Zusammenspiel zwischen Sonne und Erde. Die Sonne schleudert in Eruptionen, den Sonnenwinden, Material, bestehend aus Teilchen, ins All.

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"Das Material reagiert mit dem Magnetfeld der Erde", so das Planetarium. Sobald die Teilchen mit Sauerstoff und Stickstoff in der Erdatmosphäre zusammenstoßen, entstehen Polarlichter.

Wann wir Polarlichter sehen, hängt mit dem Sonnenzyklus zusammen. Das ist die periodische Veränderung der Sonnenaktivität.

Über Olbernhau waren am Wochenende Polarlichter zu sehen.
Über Olbernhau waren am Wochenende Polarlichter zu sehen.  © Kristian Hahn
Jens Kandler, Chef des Planetariums Drehbach.
Jens Kandler, Chef des Planetariums Drehbach.  © Uwe Meinhold

Ein Zyklus dauert im Schnitt elf Jahre. Heißt, es gibt mal mehr mal weniger Eruptionen auf der Sonne, die zu den Sonnenwinden führen.

"Im Maximum gibt es mehr Polarlicht", weil die Sonne aktiver ist, erklärt das Planetarium Drehbach. "Der aktuelle Zyklus befindet sich bereits im Abstieg Richtung Minimum." Das nächste Minimum und damit die geringste Aktivität der Sonne erwarten Forscher für etwa 2030.

Titelfoto: Oliver Kaufmann

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