Irrer Rettungseinsatz: Suff-Mann sitzt in Baumhaus fest, Feuerwehr rückt mit Draisine an
Sehmatal - Kurioser Rettungseinsatz im Erzgebirge! In einem Wald bei Sehmatal saß am Donnerstagabend ein Mann sturzbetrunken in einem Baumhaus fest. Die Feuerwehr musste den Betrunkenen aufwendig abseilen - anschließend wurde er mit einer Draisine abtransportiert.
Wie die Freiwillige Feuerwehr Buchholz mitteilte, wurden die Einsatzkräfte gegen 22 Uhr zu einem ausgebauten Baumhaus gerufen, das sich an der Bahnstrecke Annaberg-Buchholz-Cranzahl befindet.
Offenbar wurde in etwa zehn bis zwölf Metern Höhe massiv getrunken! Der Mann soll laut Informationen von vor Ort mit etwa 2,5 Promille nicht mehr in der Lage gewesen sein, selbstständig vom Baumhaus zu klettern. Was folgte, war eine aufwendige Rettungsaktion.
Die alarmierten Feuerwehren rückten mit speziell ausgebildeten Höhenrettern an. Für sie war klar: Hier muss professionelle Seiltechnik her.
Die Spezialisten machten sich auf den Weg nach oben. Verrückt! Trotz der Notlage wollte der Mann auf Unterstützung verzichten.
"Die betroffene Person lehnte zunächst trotz eines Gesprächsangebots die angebotene Hilfe verbal ab", so ein Sprecher der Feuerwehr.
Draisine im Einsatz, Zugstrecke gesperrt
Die Höhenretter zogen sich vorerst zurück. Nach einer Lagebesprechung mit Polizei und Rettungsdienst wurde sich dennoch dafür entschieden, dem Mann zu helfen.
Mit einer Leiter kletterten die Einsatzkräfte hinauf zum Baumhaus. Der Betrunkene wurde gesichert, auf eine Trage gespannt und schließlich abgeseilt.
Ungewöhnlich: Die Feuerwehr musste am Abend mit einer Draisine zum Einsatzort anrücken. Wie der Gemeindewehrleiter der Freiwilligen Feuerwehr Sehmatal gegenüber TAG24 erklärte, sei das der schnellste Weg gewesen, um das Baumhaus zu erreichen.
Nach der Rettung wurde der Suff-Mann mit der Draisine über die Schienen zu einem Krankenwagen gebracht. Der Einsatz konnte gegen 1.30 Uhr beendet werden.
Für ÖPNV-Nutzer hatte die Rettungsaktion Folgen: Aufgrund des Einsatzes musste die Zugstrecke des RB 80 (Chemnitz - Cranzahl) gesperrt werden. Insgesamt waren etwa 70 Einsatzkräfte vor Ort.
Erstmeldung: 30. Oktober, 8.32 Uhr, zuletzt aktualisiert: 9.52 Uhr
Titelfoto: 7aktuell

