Maria, Josef und Jesus - alle geklaut! Gottloser Ganove plündert Grünhainer Kirchen-Krippe

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Grünhain-Beierfeld - Maria und Josef sind weg. Auch das Christkind fehlt! In der Kirche von Grünhain (Erzgebirge) klafft wenige Wochen vor Weihnachten eine schmerzliche Lücke: Diebe haben mehrere der geschnitzten Krippenfiguren gestohlen. Die Gemeinde ist bestürzt.

In der St.-Nicolai-Kirche in Grünhain-Beierfeld klauten Diebe aus einem Lagerraum die Holzfiguren.
In der St.-Nicolai-Kirche in Grünhain-Beierfeld klauten Diebe aus einem Lagerraum die Holzfiguren.  © Ralph Kunz

"Dieser Diebstahl trifft uns mitten in den Adventsvorbereitungen", sagt die Pfarrerin der St.-Nicolai-Kirche, Friederike Meinhold (44), im Gespräch mit TAG24.

Laut Polizei wurden dort Anfang Oktober die Holzfiguren aus einem Lagerraum gestohlen. Darunter sind neben Maria, Josef und dem Christkind auch die Heiligen Drei Könige, ein großer Engel und mehrere Hirten. Nur die Schafe, die Kuh und den Esel ließen die Ganoven zurück. Ein trauriger Anblick!

Der Wert der Figuren wird auf mehrere tausend Euro geschätzt. Doch ihr ideeller Wert lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken: "Die Figuren wurden mal von einem Hobbyschnitzer für unsere Kirche angefertigt. Sie sind einmalig und unersetzbar für uns", sagt Meinhold.

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Seit Anfang der 2000er-Jahre gehörten Maria, Josef und Co. zum Inventar. In der Gemeinde sitzt der Schock deshalb tief. Niemand kann verstehen, warum jemand ausgerechnet diese Figuren klauen sollte.

Pfarrerin Friederike Meinhold (44) zeigt, was von der Krippe noch übrig ist: Lediglich die Tiere ließen die Langfinger zurück.
Pfarrerin Friederike Meinhold (44) zeigt, was von der Krippe noch übrig ist: Lediglich die Tiere ließen die Langfinger zurück.  © Ralph Kunz

Mann (41) soll Figuren gestohlen haben

So stand die Krippe mit allen Figuren über Jahre hinweg in der Kirche.
So stand die Krippe mit allen Figuren über Jahre hinweg in der Kirche.  © Polizei

Aufgeflogen war der Diebstahl erst, als einem Kunstwarengeschäft in Schwarzenberg eine der Figuren zum Verkauf angeboten wurde.

Die anschließenden Ermittlungen führten zu einem 41-jährigen Deutschen, der unter Tatverdacht steht. Doch von den Figuren fehlt bislang jede Spur.

"Wir wünschen uns sehr, dass die Figuren zurückgebracht werden. Vielleicht gibt es ja ein verfrühtes Weihnachtswunder", hofft Meinhold.

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Hinweise nimmt das Polizeirevier Aue unter der Telefonnummer 03771/120 entgegen.

Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz (2)

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