Sommerurlaub in der Heimat: Dieser wunderschöne Wanderweg liegt in Sachsen

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Erzgebirge - Viele Sachsen bleiben wegen der zahlreichen Krisen in diesem Sommer einfach zu Hause. Nicht die schlechteste Alternative! Wir präsentieren in unserer Sommerserie "Urlaub in der Heimat - Wandern und Radeln durch Sachsen" für jede Urlaubsregion eine Wander- und Radroute, natürlich mit Tipps für schöne Stopps und welche Sehenswürdigkeiten Sie unterwegs entdecken können. Last but not least: das Erzgebirge.

Kammweg Erzgebirge-Vogtland

Wunderschön: Der Kammweg führt über Hügel und Wälder über den Fichtelberg.
Wunderschön: Der Kammweg führt über Hügel und Wälder über den Fichtelberg.  © PR

Einer von Deutschlands schönsten Wanderwegen führt mitten durchs Erzgebirge - der Kammweg. Auf 287 Kilometern geht es von Geising/Altenberg über neun Gipfel - der Fichtelberg ist mit 1215 Metern der höchste -, durch dichte Wälder, reizvolle Täler und über blühende Bergwiesen bis ins Vogtland und thüringische Blankenstein.

Am Rande des Weges warten, neben zahlreichen Naturschönheiten, auch spannende Museen und Schauwerkstätten, die die Bergbau- und Handwerkstradition des UNESCO-Welterbes Montanregion Erzgebirge veranschaulichen.

Höhepunkte: Sportstadt Altenberg, Spielzeugdorf Seiffen, Hochmoorlandschaft, Oberwiesenthal mit Fichtelberg, Johanngeorgenstadt (weltgrößter Schwibbogen und größte Pyramide), Denkmalkomplex Saigerhütte.

Etappenempfehlung und Tipp für unterwegs

Der zertifizierte Qualitätswanderweg Kammweg bietet tolle Weitsichten - hier vom Bärenstein.
Der zertifizierte Qualitätswanderweg Kammweg bietet tolle Weitsichten - hier vom Bärenstein.  © TVE / Rene Gaens

Etappenempfehlung: Die vierte Etappe von Seiffen nach Olbernhau ist eine mittelschwere, etwa elf Kilometer (ca. 3,5 Stunden) lange Strecke. Sie führt vom Spielzeugdorf Seiffen mit seiner berühmten Rundkirche, die man auf vielen erzgebirgischen Schwibbögen und Pyramiden entdecken kann, hinauf zur Wettinhöhe, hinunter an die Flöha, wieder hinauf und bis zum Denkmalkomplex Saigerhütte in Olbernhau. Ein historischer Ort, an dem früher Rohkupfer mit einem speziellen Schmelzverfahren entsilbert wurde, das sogenannte Saigern.

Tipp für unterwegs: Unbedingt Rucksackverpflegung einpacken und diese zum Beispiel auf dem Rastplatz der Wettinhöhe genießen.

Im Spielzeugdorf Seiffen kommt man an Erzgebirgischer Handwerkskunst nicht vorbei.
Im Spielzeugdorf Seiffen kommt man an Erzgebirgischer Handwerkskunst nicht vorbei.  © Dennis Stratmann
Nicht zu verfehlen: Der Kammweg ist mit einem blauen Querstrich und dem Schriftzug "KAMM" gekennzeichnet.
Nicht zu verfehlen: Der Kammweg ist mit einem blauen Querstrich und dem Schriftzug "KAMM" gekennzeichnet.  © PR
Sachsens höchster Berg liegt 1215 Meter über dem Meeresspiegel.
Sachsens höchster Berg liegt 1215 Meter über dem Meeresspiegel.  © Hendrik Schmidt/dpa
Der Kammweg führt auch über den 1215 Meter hohen Fichtelberg mit seinem Fichtelberghaus.
Der Kammweg führt auch über den 1215 Meter hohen Fichtelberg mit seinem Fichtelberghaus.  © Sven Gleisberg
Wanderer kommen auch an der Seiffener Rundkirche entlang.
Wanderer kommen auch an der Seiffener Rundkirche entlang.  © PR
Ein Ort der Idylle: der Sauteich bei Muldenberg (Etappe 13).
Ein Ort der Idylle: der Sauteich bei Muldenberg (Etappe 13).  © PR
Lohnendes Finale: Die vierte Etappe des Kammwegs endet beim Denkmalkomplex Saigerhütte.
Lohnendes Finale: Die vierte Etappe des Kammwegs endet beim Denkmalkomplex Saigerhütte.  © Uwe Meinhold

Steckbrief

Der Kammweg ist 285 Kilometer lang.
Der Kammweg ist 285 Kilometer lang.  © Kartengrundlagen: outdooractive Kartografie, OpenStreetMap (www.openstreetmap.org)

Strecke: 285 km in 17 Etappen (zwischen 10 und 25 km)

Gehzeit: 77 Stunden

Markierung: blauer Querstrich und Schriftzug KAMM

Schwierigkeit: Der Kammweg hat es in sich. So gibt es nur wenige leichte (2, 9, 10), aber etliche mittlere (3, 4, 7, 11–13, 15) und schwere Etappen (1, 5, 6, 8, 14, 16, 17).

Unterkünfte: Auf einigen Etappen gibt es nur wenige Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten. Vorab planen und buchen!

Mehr Infos findet Ihr unter sachsen-tourismus.de/tour/kammweg-erzgebirge-vogtland.

Blockline

Die Blockline führt durch herrliche Erzgebirgs-Landschaften.
Die Blockline führt durch herrliche Erzgebirgs-Landschaften.  © Th.Rathay

Abenteuerlustige Mountain- und Gravelbiker, aber auch sportliche Familien kommen auf der Blockline auf ihre Kosten. Ob Wälder, Hochmoore, Bäche oder Panoramen: Die Strecke zeigt die natürliche Vielfalt der Region.

Unterwegs treffen die Radler immer wieder auch auf imposante Holzportale, Infotafeln oder tierische Meilensteine. Gerade für Familien gibt es rechts und links des Weges zudem viel zu entdecken und zu erleben - von Spielplätzen und Kugelbahnen (Seiffen), über Naturerlebnispfade bis zum Wildpark ist alles dabei.

Höhepunkte: Georgenfelder Hochmoor, Tal der Wassermühlen, Blockhausen mit Holzskulpturen, Spielzeugdorf Seiffen.

Veranstaltungstipp und Etappenempfehlung

Imposante Holztore laden zu Fotostopps ein.
Imposante Holztore laden zu Fotostopps ein.  © PR

Veranstaltungstipp: Blockline trifft Erzgebirgskrimi heißt es am 26. September (10-14 Uhr). Auf einer geführten Radwanderung (ca. 26 km) geht es auf den Spuren des Erzgebirgskrimis "Über die Grenze" zu originalen Drehorten. Rucksackverpflegung wird empfohlen. Voranmeldung bei der Tourist-Information Altenberg unter der Nummer 035056/23993.

Etappenempfehlung: Der Rundweg 2 (Loop 2) führt auf 54 Kilometern (5–6 Stunden) von Holzhau nach Frauenstein und Blockhausen und wieder zurück. Im Gimmlitztal, dem "Tal der Mühlen" kann man zunächst fünf der ehemals 23 Wassermühlen entlang des Flusslaufes bestaunen. In Frauenstein thront schließlich die Burgruine, im Walderlebnisdorf Blockhausen kann man filigrane Kunstwerke aus Holz bestaunen und bei Dorfchemnitz wartet der "Eisenhammer", einer der ältesten Handwerksbetriebe Sachsens. Um die Tour gemütlich zu absolvieren, sollten am besten zwei oder sogar drei Tage eingeplant werden.

Im Walderlebnisdorf Blockhausen können Kunstwerke aus Holz bestaunt werden.
Im Walderlebnisdorf Blockhausen können Kunstwerke aus Holz bestaunt werden.  © Dennis Stratmann
Der Radweg ist mit einem großen "B" gekennzeichnet.
Der Radweg ist mit einem großen "B" gekennzeichnet.  © Kristin Schmidt
Informationstafeln entlang des Weges geben Auskunft über die Region.
Informationstafeln entlang des Weges geben Auskunft über die Region.  © Dennis Stratmann
Tierische Kunstwerke grüßen die Fahrer.
Tierische Kunstwerke grüßen die Fahrer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild
In Blockhausen erwartet die Radler eine Holzskulpturen-Welt.
In Blockhausen erwartet die Radler eine Holzskulpturen-Welt.  © TVE/Dennis Stratmann

Steckbrief

Die Blockline ist 140 Kilometer lang und führt durch wunderschöne Landschaften.
Die Blockline ist 140 Kilometer lang und führt durch wunderschöne Landschaften.  © Kartengrundlagen: outdooractive Kartografie, OpenStreetMap (www.openstreetmap.org)

Strecke: 140 km in 15 Etappen (je 6–15 km) oder drei Rundwegen (je 53–60 km)

Fahrzeit: 15 Stunden

Markierung: großes "B" auf gelbem Schild

Schwierigkeit: Es gibt leichte (1, 4, 5, 10–12, 14) und mittelschwere (2, 3, 6–9, 13, 15) Etappen. Die Rundwege werden aufgrund ihrer Länge als schwer eingestuft und erfordern Kondition, wenn man sie an einem Tag abfahren möchte.

Unterkünfte: Es gibt zahlreiche Unterkünfte entlang der Route. Aber am besten vorher buchen.

Mehr Infos findet Ihr unter sachsen-tourismus.de/tour/blockline-das-bike-abenteuer-im-erzgebirge.

Titelfoto: Bildmontage: TVE / Rene Gaens, PR

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