Feuchtes Wetter sorgt für volle Pilzkörbe und mehr Gift-Notrufe

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Dresden - Feuchtes Wetter sorgt zum Ende des Sommers für volle Pilzkörbe. Das bekommt auch der Giftnotruf zu spüren, dessen Experten bereits Hochkonjunktur hatten.

Sie schießen schon wieder aus dem Boden, die Pilze in Sachsens Wäldern. Beim Sammeln sollte man aber auf giftige Doppelgänger achten.
Sie schießen schon wieder aus dem Boden, die Pilze in Sachsens Wäldern. Beim Sammeln sollte man aber auf giftige Doppelgänger achten.  © Lev Dolgachov

Die Zahl der Anfragen zu Pilzvergiftungen ist in diesem Sommer deutlich gestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Gemeinsamen Giftinformationszentrums der Länder Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Thüringen hervor.

Demnach musste das Experten-Team an der Hotline allein im August bei 62 Anrufen helfend eingreifen, weil der Verdacht auf eine Pilzvergiftung bestand. Die meisten Anfragen kamen aus Sachsen.

Insgesamt wählten in diesem Jahr bereits 151 Pilzsammler den Notruf. Bei den Beratungen standen vor allem giftige Doppelgänger wie Heudüngerling, Rißpilze, Pantherpilz, Karbolegerling und Knollenblätterpilze im Vordergrund.

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Einige Arten wie der Heudüngerling, der häufig auf Wiesen wächst und öfter von Kleinkindern probiert wird, verursachen nur leichte Magen-Darm-Beschwerden.

Ein Korb voller Waldpilze, doch welche sind bedenkenlos genießbar? Bei Unsicherheit sollte man einen Pilzberater kontaktieren.
Ein Korb voller Waldpilze, doch welche sind bedenkenlos genießbar? Bei Unsicherheit sollte man einen Pilzberater kontaktieren.  © V1
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Der Parasolpilz ist gebraten eine Delikatesse, aber roh ist er giftig.
Der Parasolpilz ist gebraten eine Delikatesse, aber roh ist er giftig.  © 123RF
Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Der Perlpilz (l.) ist essbar, der Pantherpilz (r.) stark giftig.
Vorsicht, Verwechslungsgefahr! Der Perlpilz (l.) ist essbar, der Pantherpilz (r.) stark giftig.  © picture alliance/dpa

Besonders häufige Verwechslungen zwischen Perlpilz und Pantherpilz

Der Giftnotruf wurde im August von Pilzsammlern schon oft gewählt - 0361 - 730730.
Der Giftnotruf wurde im August von Pilzsammlern schon oft gewählt - 0361 - 730730.  © Imago

Hingegen können Knollenblätterpilze - die den Giftstoff Amanitin enthalten - heftiges Erbrechen, Durchfall und tödlich verlaufende Vergiftungen auslösen.

Besonders häufig kommt es den Experten zufolge zu Verwechslungen zwischen essbaren und giftigen Arten - etwa zwischen Perlpilz und Pantherpilz oder zwischen Champignons und dem Karbolegerling.

Die Hauptsaison für Steinpilz, Marone und Co. geht normalerweise von September bis in den November.

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In diesem Jahr sorgte der viele Regen jedoch für einen weit früheren Beginn der Pilzsaison.

Titelfoto: Montage: 123RF, IMAGO

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