Flugzeug kreist in Sachsen gefährlich tief und sorgt für Angst: Was war da los?

Hoyerswerda (Landkreis Bautzen) - Rund um Dresden und Hoyerswerda (Landkreis Bautzen) klierten am Dienstag ordentlich die Fensterscheiben. Zahlreiche Passanten beobachteten ein Transportflugzeug, welches in gefährlicher Bodennähe seine Runden drehte. Was steckte hinter dem erschreckenden Tiefflug?

Wer einen A400M steuern möchte, benötigt eine fundierte fliegerische Ausbildung und zahlreiche Übungsstunden. (Symbolfoto)  © Sina Schuldt/dpa

Bereits wenige Minuten nach der Sichtung des riesigen Flugkörpers meldeten sich etliche Beobachter auf Facebook zu Wort und tauschten sich untereinander aus. "Hab es vom Auto aus gesehen, in der Altstadt! Sah bedrohlich aus, als wenn es abstürzen würde! In Schieflage!", kommentierte eine Plattform-Nutzerin.

Ob auf dem Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder während eines gemütlichen Päuschens auf dem Balkon - die Maschine war am frühen Nachmittag kaum zu übersehen. So sichteten Social-Media-User den gigantischen Tiefflieger beispielsweise in der Altstadt und am Bröthener See in Hoyerswerda. Besonders die Frage nach dem "Warum" wurde in den Kommentaren heiß diskutiert.

Im Zuge des aufsehenerregenden Vorfalls hakte die TAG24-Redaktion bei der Bundeswehr nach und erhielt prompt eine Antwort.

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"Bei dem gemeldeten Flugbetrieb von gestern, dem 22. September 2026, handelte es sich um einen A400M des Lufttransportgeschwaders (LTG) 62 aus Wunstorf, der Übungsanflüge auf verschiedene Flugplätze in Deutschland durchführte", erklärte ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr.

Demnach flog die Maschine von Hof-Plauen nach Holzdorf (Landkreis Wittenberg) und legte gegen 14 Uhr (Ortszeit) einen Zwischenstopp am Flugplatz Nardt im Nordwesten von Hoyerswerda ein. Dort führte das Transportflugzeug einen niedrigen Überflug durch.

"Bei dem Anflug überflog er Hoyerswerda in einer Höhe von 772 Fuß (circa 235 Meter über Grund) mit einer Geschwindigkeit von 247 Knoten (circa 457 km/h)", fügte der Sprecher hinzu.

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Einige Facebook-Nutzer vermuteten bereits einen Übungsflug

"Der Start erfolgte um 12.13 Uhr Ortszeit in Wunstorf und die Landung um 16.09 Uhr Ortszeit ebenfalls in Wunstorf", so ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr.  © Fotomontage/Screenshot/ADSB-Exchange

"Der Flug wurde im Rahmen des täglichen Trainingsflugbetriebs unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen durchgeführt", hieß es weiter.

Grundsätzlich gilt für Transportflugzeuge eine Mindesthöhe von 500 Fuß (circa 150 Meter) über Grund. Bei Städten mit mehr als 100.000 Einwohner sieht das schon etwas anders aus: Dort muss eine Mindesthöhe von 2000 Fuß (circa 600 Meter) eingehalten werden.

"Selbstverständlich wird dabei versucht, bewohnte Gebiete nicht zu überfliegen", machte der Sprecher deutlich.

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Dass es sich bei dem Tiefflug um eine Übung handeln könnte, vermuteten bereits einige Facebook-Nutzer - andere User wiederum konnten es kaum fassen. "Ich war gerade auf dem Balkon und gefühlt konnte ich es berühren", kommentierte ein Nutzer.

Wann der nächste A400M wieder über die Dächer von Sachsen streift, ist noch nicht bekannt.

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