Führerschein bald günstiger? Theorie-Unterricht soll digitaler werden

Dresden - Sachsen drückt aufs Tempo bei der Modernisierung der Fahrschulausbildung. Am Freitag trägt Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD) im Bundesrat eine Initiative vor, deren Ziel es ist, den Weg zum Führerschein schneller, kostengünstiger und planbarer zu machen.

Mehr digitales Lernen: So sollen Fahrlehrer entlastet und die Ausbildung effizienter werden.  © IMAGO/Funke Foto Services

"Der Führerscheinerwerb darf kein Luxus sein. Für viele Betriebe ist Mobilität eine Voraussetzung - im Handwerk, in der Pflege oder in der Logistik. Wenn sich ein Führerscheinerwerb zu lange zieht oder zu teuer wird, trifft das vor allem junge Menschen und Unternehmen", so Panter.

Die Kosten für den Führerschein haben sich immens verteuert. Die "Fleppen" fürs Auto (ohne Zusatzstunden oder eventuell nötige Nachprüfungen) kosten heute im Schnitt 3300 Euro in Sachsen. In einigen Regionen warten Anwärter gegenwärtig wochenlang auf Termine für Fahrstunden oder Prüfungen.

In Sachsen gibt es insgesamt 554 Fahrschulen (145 davon in Städten). Ein Viertel der rund 2200 Fahrlehrer hierzulande ist über 65 Jahre alt.

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Angestrebt ist, dass zukünftig der Theorie-Unterricht digitaler und das Training am Fahrsimulator Standard wird. Außerdem soll das Prüfungssystem vereinfacht und die Zahl der Pflichtstunden reduziert werden.

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Wirtschaftsminister Dirk Panter (51, SPD) wird am Freitag im Bundesrat für Änderungen bei der Führerscheinausbildung werben.  © Thomas Türpe

Zudem möchte man durchsetzen, dass das sogenannte "Betreute Fahren" ab 16 (bisher 17 Jahre) möglich wird. "Die Verkehrssicherheit bleibt bei all diesen Maßnahmen aber der Maßstab", betont Sachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar (61, CDU).

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