Gefährlicher Wahnsinn in Sachsen! Betonplatten auf Schienen gelegt
Delitzsch - Das hätte weit schlimmer ausgehen können: In Nordsachsen haben Unbekannte Betonplatten auf Bahngleise gelegt. Das mutmaßliche Kalkül, dass ein Zug aus den Gleisen springt, erfüllte sich glücklicherweise nicht.
Der Anschlag auf die Bahnanlagen bei Delitzsch ereignete sich bereits am Donnerstag voriger Woche, wurde von der Bundespolizei aber erst am Montag öffentlich gemacht.
In der Nähe des Unteren Bahnhofs der Großen Kreisstadt legten Unbekannte zwei Kabeltrog-Abdeckungen aus Beton auf die Schienen.
Glücklicherweise traf der Anschlag keinen Personenzug. Es war ein schwerer Güterzug, der gegen 17.45 Uhr mit moderater Geschwindigkeit über die 30 mal 10 Zentimeter großen Betonplatten fuhr - und dabei auf den Gleisen blieb.
Der Zugführer hielt an und informierte umgehend die Notfallleitstelle der Bahn, die sofort die Bundespolizei alarmierte.
Die Strecke wurde gesperrt. Die Polizei stellte die Betonteile sicher und sicherte Spuren.
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Dutzende weitere Betonteile aufgereiht neben Bahngleisen entdeckt
Was auffiel: Am Rande der Bahngleise lagen Dutzende weitere Abdeckungen aufgereiht. Möglicherweise wollten die Täter auch diese auf die Schienen legen - wurden dabei aber gestört. Ein gefährlicher Wahnsinn!
"Solche Gegenstände im Gleisbereich können den Bahnverkehr erheblich gefährden", warnt Bundespolizei-Sprecherin Luisa Liebold. Obwohl die Sache noch einmal glimpflich ausging, kam es auf der Strecke in der Folge zu Zugausfällen und Verspätungen.
Kinder, Psychopathen oder Saboteure - bislang haben die Ermittler noch keine belastbaren Hinweise, wer hinter dem Anschlag stecken könnte.
Die Bundespolizei bittet die Bevölkerung deshalb um Mithilfe: Wer hat am 20. August an den Gleisanlagen nahe Delitzsch Personen beobachtet, die sich verdächtig verhalten haben? Hinweis-Telefon: 0341 - 99 79 90.
Titelfoto: Bildmontage: Bundespolizei Leipzig

