Gegenüber der Meißner Albrechtsburg: Neues Abwasser-Bollwerk soll vor Elbe-Flut geschützt sein
Meißen - Es ist das wohl größte Bauprojekt der Porzellanstadt: Dank des neuen Abwasserpumpwerks schräg unterhalb der Meißner Altstadtbrücke soll die Elbe sauberer und hochwasserverträglicher werden. Dafür wurde am Montag der Grundstein versenkt.
Wenn es einmal fertig ist, wird man's gar nicht sehen: Das nun neu entstehende Abwasser-Bollwerk soll sich spätestens Ende 2027 in die Stützmauer unterhalb der Meißner Bahnhofstraße auf der anderen Elbseite der Albrechtsburg einfügen.
Dafür wurden bislang schon rund 140 Laster-Ladungen Geröll verräumt. 26 Mini-Sprengungen lockerten den massiven Felsen.
"Man könnte glatt an die Olsenbande denken", schmunzelt Hans-Rainer Heinrich (63) von der Planungsfirma ACI. "Nur dass wir hier erfolgreich gewesen sein werden."
Gehen seine Pläne auf, werden künftig 3500 Kilo weniger Meißen-Mist in der Elbe landen. Der vier Meter tiefe Neubau war aber auch ohne das Umwelt-Plus nötig: Die nur rund 300 Meter entfernte Alt-Anlage wurde durch die vorigen beiden Hochwasser arg beschädigt.
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Stadt Meißen erneuert direkt die gesamte Infrastruktur
Bei Regen fließt zudem zu viel verschmutztes Mischwasser in die Elbe.
Die Stadt erneuert direkt die gesamte Infrastruktur: So wird eine 840 Meter lange Druckleitung neben den Elberadweg gezimmert, ein über 200 Meter langer Stauraumkanal (zweieinhalb Meter Durchmesser) entsteht zwischen Eisenbahnbrücke und Bahnhofstraße ebenso wie die dazugehörigen Schächte und Gullys. Hochwasserfest!
"Jetzt gilt es, aus den Papieren Beton zu machen. Bei Hitze, Sonne, Regen, Wind", so Heinrich weiter. Dafür versenkte Polier Marcus Tauch (38) den zuvor gefüllten Grundstein.
Samt Tageszeitungen, Reden und dem Richtspruch: "Möge es allen Stürmen und Hochwassern trotzen, die Umwelt schützen und das Meißner Abwasser in geordnete Bahnen rücken."
Titelfoto: Bildquelle: Steffen Füssel (2)

