Geheime Abstimmung: Stolperstein-Verbot in dieser Gemeinde

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Von Sebastian Münster

Heidenau - Die Stadträte von AfD und CDU sprechen sich gegen die Verlegung weiterer Stolpersteine in Heidenau aus. Der fraktionsübergreifende Beschlussantrag, Stolpersteine "im öffentlichen Straßen- und Gehwegbereich" künftig abzulehnen, wurde am Donnerstagabend mit in einer geheimen Abstimmung mit 13 Ja-Stimmen (sechs Nein, eine Enthaltung) beschlossen, berichtet die Sächsische Zeitung.

Wenn es nach CDU und AfD geht, sollen in Heidenau keine neuen Stolpersteine verlegt werden. (Symbolfoto)
Wenn es nach CDU und AfD geht, sollen in Heidenau keine neuen Stolpersteine verlegt werden. (Symbolfoto)  © Daniel Förster

Viele Bürger, Angehörige und Initiativen würden diese Form der Erinnerung an Opfer des Nationalsozialismus als nicht angemessen empfinden, so die Begründung.

Stattdessen solle das Gedenken auf dem Nordfriedhof der Stadt stattfinden, "sodass ein direktes Betreten der Gedenkelemente ausgeschlossen ist".

Die Verwaltung hatte empfohlen, die Vorlage abzulehnen.

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"Das Gedenken sollte auch künftig sichtbar und wahrnehmbar im öffentlichen Raum stattfinden", heißt es darin.

Seit wann es Stolpersteine als Einnerungsform gibt

An zwei Standorten in der Stadt gibt es bereits Stolpersteine. (Symbolfoto)
An zwei Standorten in der Stadt gibt es bereits Stolpersteine. (Symbolfoto)  © Daniel Förster

Die Erinnerungsform der Stolpersteine gibt es seit den 90er-Jahren.

Die in der Regel spendenfinanzierten Pflastersteine mit den Namen der Opfer des Nationalsozialismus werden am letzten bekannten Wohn- oder Wirkungsort der Opfer verlegt.

Erstmeldung: 10.04 Uhr, zuletzt aktualisiert: 20.32 Uhr

Titelfoto: Montage: Sascha Lotz/dpa, Daniel Förster

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