Auto liegt auffällig tief: Ein Blick in den Kofferraum macht Polizisten stutzig
Görlitz-Hagenwerder - Dieser VW Touran hatte ganz schön schwer zu schleppen! Bei einer Grenzkontrolle in Görlitz-Hagenwerder sind Bundespolizisten auf eine ungewöhnliche Ladung gestoßen: Unter einer Decke lagen rund 250 Kilogramm neuwertiger Bewehrungsstahl. Jetzt wird wegen des Verdachts auf Diebstahl ermittelt.
Am Donnerstag gegen 14.10 Uhr fiel den Beamten im Rahmen der Grenzfahndung ein VW Touran auf, der in Richtung Polen unterwegs war. Der Wagen lag auffällig tief auf der Straße - offenbar war er erheblich überladen.
Noch kurz vor der Bundesgrenze stoppten die Bundespolizisten das Fahrzeug. Darin saßen drei polnische Männer im Alter von 30, 46 und 52 Jahren. Die Überprüfung ihrer Personalien ergab zunächst keine Fahndungstreffer.
Doch das enorme Gewicht des Touran machte die Beamten stutzig. Im Kofferraum fanden sie auf den ersten Blick lediglich zwei Taschen und eine Tüte mit Arbeitsbekleidung.
Doch diese Ladung konnte kaum der Grund dafür sein, dass der Touran so deutlich tiefer lag. Also schauten die Polizisten genauer hin - und wurden fündig.
Unter einer Decke waren rund 250 Kilogramm neuwertiger Bewehrungsstahl verborgen. Woher das Material stammte, konnten die drei Männer den Beamten nicht nachvollziehbar erklären. Einen Eigentumsnachweis hatten sie ebenfalls nicht dabei.
Die Polizei ermittelt zur Herkunft des Stahls
Der Fahrer bezeichnete die schwere Ladung lediglich als "Schrott". Doch angesichts des neuwertigen Zustands und der übrigen Umstände hegten die Beamten Zweifel an dieser Erklärung. Der Verdacht: Bei dem Stahl könnte es sich um Diebesgut handeln.
Die Bundespolizei stellte das Material sicher. Anschließend wurden die drei Männer sowie der gesamte Sachverhalt an die zuständige Landespolizei in Görlitz übergeben.
Die Ermittler sollen nun klären, woher die rund 250 Kilogramm Bewehrungsstahl tatsächlich stammen und ob sie zuvor gestohlen wurden.
Titelfoto: Bundespolizei
