Erst fliegen Steine, später muss Güterzug notbremsen: 24-Jähriger hält Polizei auf Trab

Petershain/Horka - Gleich zweimal an einem Tag musste die Bundespolizei wegen eines 24-Jährigen ausrücken. Erst soll er an einem Bahnhof mit Steinen um sich geworfen haben, später sorgte er für eine gefährliche Situation auf den Gleisen. Ein Güterzug musste sogar eine Notbremsung einleiten!

Am Haltepunkt Petershain wurde die Glasscheibe eines Wartehäuschens teilweise zerstört.  © Bundespolizei

In der Nacht zum Sonntag, gegen Mitternacht, alarmierten Zeugen die Bundespolizei. Am Bahnhaltepunkt Petershain soll ein Mann mit Steinen um sich geworfen haben.

Als die Beamten eintrafen, saß der 24-Jährige in einem Wetterschutzhäuschen. Um ihn herum lagen Schottersteine, eine Glasscheibe war teilweise zerstört.

Der indische Staatsangehörige konnte sich nicht ausweisen und auch keine Erklärung für sein Verhalten liefern. Ein Fingerabdruckabgleich ergab, dass er in Aue gemeldet ist und über eine gültige Duldung verfügt.

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Die Polizisten leiteten ein Verfahren wegen Sachbeschädigung ein und ließen ihn anschließend wieder gehen.

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Ein Güterzug musste wegen des 24-Jährigen eine Notbremsung einleiten

Am Güterbahnhof Horka musste ein Güterzug eine Notbremsung einleiten. (Symbolfoto)  © Philipp von Ditfurth/dpa

Nur rund 19 Stunden später gab es den nächsten Polizeieinsatz. Um 19.07 Uhr meldete die Deutsche Bahn eine Person im Gleisbereich des Güterbahnhofs Horka. Ein Güterzug musste eine Notbremsung einleiten, die Strecke wurde gesperrt.

Als die Bundespolizisten eintrafen, staunten sie nicht schlecht: Es war derselbe 24-Jährige vom nächtlichen Einsatz in Petershain!

Der Mann verhielt sich ruhig. Warum er auf den Gleisen unterwegs war, blieb unklar. Die Streckensperrung konnte nach kurzer Zeit aufgehoben werden.

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Diesmal nahmen die Beamten den Mann aber wegen der Gefährdungssituation in Schutzgewahrsam. Gegen ihn wird nun zusätzlich wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt.

Nach einer Nacht bei der Bundespolizei in Ludwigsdorf wurde der 24-Jährige am Montagmorgen wieder entlassen.

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