Polizei kontrolliert Mann, dessen Kampfhund greift unvermittelt an: Dann fällt ein Schuss
Görlitz - Am Samstag konnten Polizisten in Görlitz einen Kampfhund abwehren. Ein Beamter musste dabei von seiner Dienstwaffe Gebrauch machen.
Wie die Polizeidirektion Görlitz mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstagabend gegen 18.30 Uhr an der Luisenstraße.
Nach einem Zeugenhinweis kontrollierten die Uniformierten einen 38-jährigen Mann sowie einen 13-jährigen Jungen. Beide standen im Verdacht, einen Hausfriedensbruch begangen zu haben.
Der Junge führte einen angeleinten Hund der Rasse American Staffordshire Terrier mit. Die Ordnungshüter stellten die Identitäten fest und durchsuchten die Personen.
Während der polizeilichen Maßnahmen zeigte sich der Erwachsene sehr aggressiv und unkooperativ. Der Hund reagierte offenbar auf die Situation, riss sich los, rannte zu seinem Besitzer und auf die durchsuchenden Beamten zu.
Zur Abwehr der unmittelbaren Gefahr gab einer der Polizisten einen Schuss auf den Hund ab und verletzte diesen dabei leicht. Der Hund flüchtete und kehrte kurz darauf zurück. Ein zweiter Schuss verfehlte den Hund und beschädigte einen angrenzenden Kleinwagen.
Um einen folgenden tätlichen Angriff des 38-jährigen polnischen Tatverdächtigen abzuwehren, setzten die Beamten Pfefferspray ein.
Kampfhund in Tierheim untergebracht
Der Hund wurde versorgt, sichergestellt und in einem Tierheim untergebracht. Der Tatverdächtige kam zur Untersuchung in ein Krankenhaus und wurde nach Abschluss aller Maßnahmen entlassen.
Den 13-Jährigen übergaben die Beamten an die Erziehungsberechtigten. Ordnungshüter sicherten währenddessen Spuren am Ereignisort. Die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.
Titelfoto: Swen Pförtner/dpa
