Große Demos in Sachsen geplant: Linke rufen zu Sozialprotesten auf

Sachsen - Eine große Demo-Welle rollt auf Sachsen zu! Die Linke ruft im September zu mehreren Sozialprotesten auf - unter anderem in Dresden und Chemnitz.

Eine Demo in Dresden aus dem Jahr 2024: Die Demonstranten protestierten gegen Kürzungen im Rathaus. So ähnlich könnte es auch im September 2026 aussehen.  © Norbert Neumann

"Die Regierung Merz greift Rente, Pflege, Gesundheit und Arbeitnehmerrechte an. Während Beschäftigte länger arbeiten und bei sozialer Sicherheit bluten sollen, bleiben große Vermögen und Konzerngewinne verschont", schimpft Marco Böhme (36), Landesvorsitzender der Linken Sachsen.

Die Partei ruft dabei zu Demonstrationen am 3. September in Dresden, am 9. September in Chemnitz und zum bundesweiten Aktionstag des DGB in Leipzig am 26. September in Leipzig auf.

Die Wut richtet sich vor allem gegen die Politik von Friedrich Merz (70, CDU). "Wer die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren streicht, den Acht-Stunden-Tag schleift und bei Pflege sowie Gesundheit kürzt, macht Politik für Reiche und gegen Beschäftigte", erklärt Marco Böhme, Landesvorsitzender der Linken Sachsen.

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Marco Böhme (36, Linke) schimpft auf die Sparpolitik der Bundesregierung.  © Norbert Neumann

Linke wollen Geld von "Superreichen" und Konzernen abzapfen

Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek (38) will, dass "Superreiche" stärker besteuert werden.  © picture alliance/dpa

Das Dilemma: Die Bundesregierung steht unter enormem Spardruck. Reformen mussten her - so auch bei der Rente. Diese ist zwar noch nicht beschlossen, soll aber künftig die Beitrags-Explosion stoppen. Unter anderem durch eine kapitalgedeckte Anlage. Auch bei Pflege und Gesundheit soll der Rotstift angesetzt werden.

Die Linken sagen hingegen: Geld sei vorhanden - und zwar bei den Superreichen und Konzernen. "Niemand muss Milliardär sein", betonte Linken-Fraktionschefin Heidi Reichinnek (38) in einem WDR-Interview.

Aus den Reihen der CDU gibt es allerdings immer wieder Absagen gegen Vermögens- oder Erbschaftsteuern. Das Geld wurde bereits einmal besteuert, heißt es dazu. Auch Konzerne weiter mit Steuern zu belasten, halten die Christdemokraten für nicht sinnvoll.

Die Linken sehen das anders. "Wir akzeptieren nicht, dass die Regierung Merz den Sozialstaat kaputtspart und die Rechnung denjenigen präsentiert, die dieses Land jeden Tag am Laufen halten", kontert Böhme.

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