Burgstädt - Für Halloween könnte die Kürbisauswahl in diesem Jahr kleiner ausfallen. Im Bio-Landgarten von Yvonne (49) und Steffen Graunitz (45) in Burgstädt (Landkreis Mittelsachsen) ist die Ernte voraussichtlich schwächer als in den vergangenen Jahren. Die Kürbisse kosten etwa 3 bis 4 Euro pro Kilogramm.
"Das Wetter war dieses Jahr kein Gemüsejahr", sagt Yvonne Graunitz. Vor allem das kalte Frühjahr und die kalten Nächte im Juni setzten den wärmeliebenden Pflanzen zu. Später folgten starke Hitze und wechselhaftes Wetter.
Rund 15 bis 20 Kürbissorten wachsen seit Mitte Mai auf den Feldern, darunter Hokkaido, Butternut, Sweet Dumpling sowie Zier- und Halloweenkürbisse.
In einem normalen Jahr erntet der Landgarten rund eine Tonne. Zwei Beete sind bereits abgeerntet, weitere Kürbisse stehen noch auf dem Feld. Bis etwa Dezember soll es Kürbisse aus eigener Ernte geben.
Besonders beliebt ist der Hokkaido. "Das ist für mich die Königin der Kürbisse", sagt Graunitz. Auch die Halloween-Schnitzkürbisse dürften in den kommenden Wochen gefragt sein.
Wie groß die Ernteausfälle tatsächlich sind, wird sich nach der vollständigen Ernte zeigen.
Gemüse gibt's im eigenen Hofladen
Auf den rund 2,2 Hektar Anbaufläche wächst derzeit außerdem typisches Herbst- und Wintergemüse. Dazu gehören Möhren, Sellerie, Pastinaken, Rote Bete, Kohl, Feldsalat und verschiedene Kräuter. Tomaten, Gurken und Zucchini sind noch teilweise erhältlich, verschwinden aber langsam aus dem Sortiment.
"Wir versuchen wirklich, ein großes Angebot unseren Kunden zu bieten, damit Regionalität möglich ist", sagt Graunitz.
Seit knapp 20 Jahren betreiben Yvonne und Steffen Graunitz den Landgarten.
Angefangen hat alles mit einem Stück Land, das Yvonne Graunitz von ihren Eltern übernahm. Gemeinsam baute sie mit ihrem Mann den Gemüsebetrieb auf. Heute verkaufen sie ihr Gemüse im eigenen Hofladen, über regionale Bioläden und über wöchentliche Gemüsekisten.